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Straelen
Auwel-Holt kann jetzt weiter wachsen

Straelen: Auwel-Holt kann jetzt weiter wachsen
Zwischen Schulweg, Arcener Straße und Maasstraße liegt das "Holter Dreieck". FOTO: Arnulf Stoffel
Straelen. Gestern Spatenstich für das neue Baugebiet "Holter Dreieck". Die rund 60 Grundstücke sollen die Infrastruktur im Dorf sichern helfen. Von Michael Klatt

Das Wetter war "uselig", doch die Aussichten für Auwel-Holt sind deutlich rosiger. Freude und Dankbarkeit herrschten bei den rund 30 Personen, die gestern beim ersten Spatenstich für das Baugebiet "Holter Dreieck" dabei waren. "Gemeinsam für unser Dorf", rief Christoph Cronenbergh, der Geschäftsführer der Erschließungsgesellschaft Auwel-Holt, bevor mit der symbolischen Handlung der Startschuss für die Bebauung gegeben wurde. Unter anderem griffen Bürgermeister Hans-Josef Linßen und stellvertretender Bürgermeister Heiner Bons zum Handwerkszeug.

Das "Holter Dreieck", das Gebiet zwischen Schulweg, Arcener Straße und Maasstraße, war mehr als ein Jahrzehnt Thema der kommunalpolitischen Beratungen. Der Durchbruch kam im Juli, als der Stadtrat den Satzungsbeschluss fasste. Cronenbergh betonte, dass dieser Beschluss sowie die Vorplanung durch die Stadt der Erschließungsgesellschaft jetzt ermöglichten, das Projekt in die Hand zu nehmen.

Beim ersten Spatenstich dabei (v.l.): Stefan Weyrich, Thomas Rox, Hans-Josef Linßen, Josef Böskens, Christian Jacobs, Willi Ingenbleek, Christoph Cronenbergh und Heiner Bons. FOTO: Seybert

Überplant wird ein 25.000 Quadratmeter (2,5 Hektar) großes Gebiet, das bisher für Landwirtschaft und Gartenbau genutzt wurde. Dort sollen etwa 60 Grundstücke dafür sorgen, dass junge Menschen aus Auwel-Holt in ihrer Ortschaft bleiben können. Landflucht sei zu verhindern, merkte Cronenbergh an. Das Projekt sei wichtig, um die Infrastruktur zu sichern, um den derzeit rund 1200 Auwel-Holtern Schule, Kindergarten und Lebensmitteleinzelhandel zu erhalten. "Wir haben als Erschließungsgesellschaft seit 2014 viel Herzblut hineingesteckt", blickte Cronenbergh zurück. Sieben Grundstückseigentümer, die auch die Investitionskosten tragen, sind in der Gesellschaft zusammengeschlossen. Cronenbergh: "Die Nachfrage besonders nach großen Arealen ist rege."

Die Bebauung soll nach und nach vorgenommen werden. Die Planung liegt in den Händen des Ingenieurbüros Jansen, die Firma Quick Tiefbau führt aus. Man setze darauf, so Cronenbergh, dass trotz angespannter Haushaltslage das Bebauungsvorhaben fair ablaufe. Eine weitere Maßnahme zur Stärkung der örtlichen Infrastruktur stellte er in Aussicht: "Sollte alles wie geplant klappen, spendet die Erschließungsgesellschaft 10.000 Euro für die Vereine in Auwel-Holt."

Straelens Baudezernent Harald Purath hatte die Vorgänge um das "Holter Dreieck" im Sommer als "unendliche Geschichte" bezeichnet. Im Frühjahr 2006 waren Planungen für das Gebiet erstmals öffentlich geworden. Doch mussten in der Folgezeit diverse Fragen geklärt werden, unter anderem danach, wer welche Kosten zu tragen habe. Deshalb, so erläuterte Cronenbergh beim Spatenstich, habe es bis zum Baustart so lange gedauert.

Quelle: RP
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