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Geldern
Barrierefreies Haus-Ensemble im Zentrum von Schaephuysen

Geldern. Im Herzen von Schaephuysen, an der Pastoratstraße, wird ein Gebäude-Ensemble mit barrierefreien Wohnungen entstehen. Das haben Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen und Paul Düllings, Geschäftsführer der GWS Wohnungsgenossenschaft Geldern, bei einem Pressegespräch mitgeteilt. Von Stefan Gilsbach

"Wir hatten erfahren, dass für die Gebäude an der Pastoratstraße 6-8 ein Käufer gesucht wird", berichtet Kleinenkuhnen. Die Gemeinde sei ohne Vorverkaufsrecht in Verhandlungen mit dem Sprecher der Eigentümergemeinschaft eingestiegen, der seinen Wohnsitz in Kalifornien hat. "Zwar baut die Gemeinde selber nicht, aber wir haben Kontakt zur GWS aufgenommen, weil wir bereits beim Bau von Häusern am Meistersweg gute Erfahrungen mit dieser Zusammenarbeit gemacht hatten." Paul Düllings fährt fort: "Wir schauten uns das Areal an und fanden die Lage gut." Der Aufsichtsrat der GWS gab grünes Licht, und die Genossenschaft stieg in die Verhandlungen ein. Mit Erfolg, der Kaufvertrag wurde Ende Juni unterschrieben, ab dem 1. August gehen die Häuser - zusammen etwa 1030 Quadratmeter Fläche - in den Bestand der GWS über. Über den Kaufpreis äußerte sich Paul Düllings auf Wunsch der Noch-Eigentümer nicht. Geplant ist es, die alten Gebäude abzureißen und neue Häuser zu bauen, in denen 20 bis 25 Wohneinheiten entstehen sollen. "Es wird eine Mischung aus Miet- und Eigentumswohnungen werden." Und trotz der Barrierefreiheit sind die Wohnungen nicht ausschließlich Senioren vorbehalten. Die Zahl der gegenwärtigen Mieter, die erst einmal weichen müssten, ist überschaubar, die Häuser stehen zum größten Teil leer, allerdings befindet sich im Erdgeschoss des Hauses Nr. 8 eine Pizzeria, die im Dorf als Institution gilt. Es ist geplant, dass dieser Betrieb vorübergehend in das leere Volksbank-Gebäude umzieht und dann später, wenn die neuen Häuser gebaut sind, wieder zurückkehrt. Das Nieukerker Büro Schroers arbeitet an Plan-Varianten. Düllings: "Das Büro hat bereits bei anderen Projekten gezeigt, dass es einfühlsam gegenüber einem bestehenden Ortsbild ist." Die neuen Gebäude sollen, wie die jetzigen, nicht höher als zweigeschossig werden. Über die Plan-Varianten muss dann die Politik entscheiden.

"Mit diesen Vorhaben können wir mitten im Ortskern von Schaephuysen für mehr Lebensqualität sorgen", meint Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen. Der viel zitierte demografische Wandel ist eine Herausforderung für Städte und Gemeinden. Mit dem neuen Gebäude-Ensemble, das mitten in Schaephuysen liegt, hat die Gemeinde einen bemerkenwerten Schritt getan, um Menschen dauerhaft ein intaktes Wohnumfeld im Ort zu ermöglichen. Klaus Kleinenkuhnen sieht darin auch ein ermutigendes Signal für den Ort Schaephuysen, dessen Bewohner zuletzt einige Nackenschläge verkraften mussten: das künftige Aus für die Grundschule, der Wegzug der Sparkasse und nun auch der Volksbank.

Quelle: RP
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