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Geldern
Beschwerden über Flüchtlingsunterkunft

Geldern. Streitereien und störendes Verhalten: Anwohner der Friedrich-Spee-Straße äußern Sorgen.

Die Stadt Geldern muss sich mit Klagen über die Flüchtlingsunterkunft an der Friedrich-Spee-Straße befassen. Auf der Terrasse einer Nachbarin landeten in den vergangenen Wochen immer wieder kleinere und größere Steine, die offenbar von Kindern über die hohe Hecke hinweg geworfen wurden, die das Grundstück umgibt. Einen ernsthaften Schrecken bekam die Frau, als in der vergangenen Woche eine Stahlkugel, entweder sehr kraftvoll geworfen oder womöglich mit Fletsche oder Schleuder katapultiert, durch die Hecke flog und dicht an ihr vorbei sauste. Außerdem schildern Anlieger Probleme mit Ruhestörungen und Streitereien in dem Haus. In der Unterkunft drohe sich, so der Eindruck, durch Frust und Konflikte eine ungute Stimmung aufzuschaukeln.

Wegen der vorliegenden Beschwerden haben Mitarbeiter des Gelderner Ordnungsamtes und der Polizeiinspektion Süd "zahlreiche Gespräche mit den Bewohnern der Notunterkunft und mit Anliegern geführt", erklärte die Stadt Geldern auf Anfrage. Dass Steine geworfen würden, sei selbstverständlich nicht zu dulden, so Sprecher Herbert van Stephoudt.

Er betonte aber auch: "Das Aufziehen einer schlechteren oder gar aggressiven Stimmung im Haus, wie von Anwohnern befürchtet, kann ich nicht bestätigen."

Die Stadt habe Maßnahmen eingeleitet oder bereits umgesetzt, die die Lage beruhigen sollen. " So steht der Umzug von drei Familien aus der Notunterkunft an der Friedrich-Spee-Straße in andere Wohnungen unmittelbar bevor, was die Situation vor Ort deutlich entspannen wird", führte van Stephoudt aus. Weiter verwies er auf die erhöhte Polizeipräsenz vor den unterschiedlichen Gelderner Notunterkünften, auf die ausgeweitete Anwesenheit von Hausmeistern in den Gebäuden und auf den Sicherheitsdienst, "der bislang in seinen Berichten jedoch keine besonderen Ereignisse vermerken musste".

Nicht zu vermeiden sei es allerdings, wenn es mitunter durch spielende Kinder laut zugehe, die etwa mit Bobby-Cars über den Hof brausten. "Wenn dieses Spielen als Lärmbelästigung empfunden wird, können weder Polizei noch Ordnungsamt oder Sicherheitsdienst helfen. Wir können und wollen den Kindern das Spielen nicht verbieten", so van Stephoudt.

(szf)
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