| 00.00 Uhr

Geldern
"Black8Balls" heizen seit 20 Jahren ein

Geldern. Die Band feiert mit einem Konzert in Kempen ihr Bühnenjubiläum. Der erste Proberaum war in einem Bauernhof in Issum. Die Mischung aus Hardcore, Metal, Punk und Crossover hat immer mehr Fans gefunden. Von Michael Klatt

Unzählige Konzerte haben sie schon hinter sich. Aber "das wird ein großer Moment für uns", erklärt Peter Kamp. Er ist der Sänger von "Black8Balls", und diese niederrheinische Band feiert bald ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum. Die Vorbereitungen für die Show am Samstag, 12. März, im Campus Kempen laufen.

"Wir planen, nicht nur ein normales Set zu spielen, sondern wir werden einige unserer Lieblingssongs, auch in abgewandelter Form, zum Besten geben", kündigt Kamp an. Auf die eine oder andere Überraschung und Gastauftritte von anderen Bands dürfe man gespannt sein. In den 20 Jahren sind die Jungs von "Black8Balls" so oft im Campus aufgetreten, dass die Wahl für den Veranstaltungsort schnell klar war. "Die Location ist groß genug für fette Konzerte, aber nicht zu groß, dass es ungemütlich wird", schildert Markus, der andere Sänger. "Die Menschen der Organisation vor Ort und die Besucher der Konzerte dort waren immer gut zu uns."

Als die Band 1996 anfing, war sie in kleinerer Besetzung und inspiriert durch den Hardcore- und Metal Sound der 90er Jahre. Regelmäßig traf man sich, um den Idolen wie "Biohazard", "Sick of it all" oder "Ryker's" nachzueifern. Der Proberaum war in Issum auf einem Bauernhof, so dass zuerst nur Kühe und die Bewohner des Bauernhofes die jungen Musikkünste mitbekamen. Es folgten bald einige lokale Auftritte, in Eigenregie organisiert und durchgeführt.

Die ersten Konzertbesucher waren treue Freunde und Familienmitglieder. Nach der Aufnahme der ersten Demo-CD kamen ein neuer Gitarrist und ein weiterer Sänger dazu. Diese Grundbesetzung hat bis heute Bestand: Lars Erbe (geb. Heil) am Schlagzeug, Michael Schäfer am Bass, Rouven Dahlhoff an der Gitarre, Markus und Peter am Mikrofon. Nach weiteren Auftritten und zwei CD-Aufnahmen kam ein zweiter Gitarrist, Stefan Krämer, Ende 2000 dazu, der dem Sound der Band noch ein bisschen mehr Druck verlieh. Wegen des Studiums verließ Stefan schweren Herzens die Gruppe. Es wurde aber schnell guter Ersatz an der zweiten Gitarre gefunden. Sascha Minor von der befreundeten Band "Paranoid Supervisor" stieg mit ein und komplettierte für ein paar Jahre die Formation. Als er aus zeitlichen Gründen die Gitarre bei "Black8Balls" an den Nagel hängen musste, meldete sich Mathias Hoeps von der Band "Trueside" und ist seit 2009 fester Bestandteil in der Band.

In den 20 Jahren gab es einige Highlights: 2001 spielte die Band erstmals vor mehr als 1000 Zuschauern auf dem ersten "Check Your Head"-Festival in Kevelaer. Auch das kurze Bandfeature mit Live-Ausschnitt bei Viva bei der Bizarre-Berichterstattung war etwas Besonderes. Support-Gigs für Gruppen wie "Exilia" und "Pro Pain" sollten nicht unerwähnt bleiben. Und: "Durch das Spielen von Konzerten und Netzwerkarbeit haben wir so viele nette und freundliche Menschen kennen gelernt, das wäre ohne die Band so nicht möglich gewesen", schildert Schlagzeuger Lars.

Aktuell sind für 2016 noch einige Konzerte in Planung. Die Band arbeitet seit Ende 2015 intensiv mit der Booking-Agentur Hermano-Booking zusammen. Ihrem Stil, dem "8-Core", ist die Band nach wie vor treu. Es ist eine Mischung aus Hardcore, Metal, Punk und Crossover. Bestens geeignet zum Tanzen und Abgehen.

Beim Jubiläums-Konzert am 12. März sind folgende Gruppen mit dabei: "Trueside" (seit 2011 nicht mehr aufgetreten, aber für die "Black8Balls" wieder am Start), "Paranoid Supervisor" aus Kevelaer (seit den 90ern mit B8B befreundet), "Never Grown Up" aus Geldern (eine junge Band, die schon viele erfolgreiche Gigs gespielt hat) und "Forester" aus Sonneberg/Sachsenbrunn (eine Poppunk-Band mit sonniger Attitüde).

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Geldern: "Black8Balls" heizen seit 20 Jahren ein


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.