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Euregio Rhein-Waal Und Rp Präsentieren Die Wissensallianz (2)
Brücke zwischen Wissen und Wirtschaft

Euregio  Rhein-Waal  Und  Rp  Präsentieren Die Wissensallianz (2): Brücke zwischen Wissen und Wirtschaft
Robert Al (TU-Eindhoven). FOTO: Markus van Offern (mvo)
Geldern. Die vier Universitäten Duisburg-Essen, Radboud Nimwegen, Wageningen und Eindhoven begleiten Start-ups bis zur Marktreife. Sie stellen dabei ihre geballte wissenschaftliche Kraft der Euregio grenzüberschreitend zur Verfügung. Von Matthias Grass

Niederrhein Knapp 80 000 Studenten studieren an den vier Universitäten in der Euregio Rhein-Waal. Die vier Unis bauen jetzt in der Wissensallianz Rhein-Waal mit an der deutsch-niederländischen Brücke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Sie wollen helfen, das Innovationspotenzial in der Region noch besser auszuschöpfen, Menschen zusammenzuführen, die vorher nicht von einander wussten und die jetzt gemeinsam in der Lage sind, neue Projekte umzusetzen.

Da ist die Innovationsfabrik der Universität Duisburg-Essen (DUE). Sie soll als Plattform den vollständigen Prozess von der wissenschaftlichen Forschung bis zu einem Produkt begleiten, erklärt Simon Hombücher von der DUE, Projektleiter der Innovationsfabrik. Die von der DUE ins Leben gerufene Plattform ist eine Kooperation mit der Universität Wageningen, der Technischen Universität Eindhoven und der Radboud Universität in Nimwegen und vereint damit die geballte wissenschaftliche Kraft der Universitäten in der Region.

DUE und Radboud sind die beiden großen Universitäten in der Euregio mit 41 000 (DUE) und 20 000 (Radboud) Studenten und einem etwa gleichgroßen Etat in einer Gesamthöhe von fast einer Milliarde Euro. Die Radboud in Nimwegen öffnet ihr Forschungszentrum RRF für die neue Wissensallianz. Seine fünf Forschungsbereiche reichen von der Untersuchung kleinster Teilchen im Nano-Bereich bis hin zu Hightech-Operationssälen. "Mit all' seinen Forschungsmöglichkeiten möchte das RRF die Innovationen für die folgende Generation ermöglichen", sagt Koordinator Ed Koster. Ein Zentrum mit Teamgeist übrigens: "Wenn ein Forschungszentrum einem Start-up nicht direkt helfen kann, prüfen unsere Mitarbeiter, ob ein Wissenschaftszentrum oder eine Universität in der weiteren Umgebung die spezifische Hilfe bieten kann", sagt Koster. Dann weiß vielleicht eine der beiden anderen Universitäten weiter.

Wie Hans van Dinteren und Robert Al von der Technischen Universität Eindhoven (TU/e). "Hier reicht das Spektrum von Daniel-Düsentrieb-Fragen bis hin zur Hilfe nach einem Businessplan", sagt van Dinteren, Projektleiter der TU/eSURE. Das TU/eSURE ist eine Gruppe von 150 bis 200 ausgesuchten Studenten in Eindhoven. "Wir sind eine Art Vermittler zwischen Universitäten und Unternehmen", sagt der Projektleiter.

Ähnlich sieht man das an der Wageningen Universität, die auf Lebens- und Agrarwissenschaften spezialisiert ist. Diese Spezialisierung bringt die 8000-Studenten-Uni in die Wissensallianz ein: "Wir fördern und unterstützen Neugründungen von Firmen in der biobasierten Wirtschaft. Außerdem stellen wir den Kontakt zwischen Start-up-Unternehmen und großen Betrieben her, um gemeinsam an der Realisierung innovativer Ideen zu arbeiten", sagt Gitte Schober, Koordinatorin des Centre of Entrepreneurship. Das zielt auf Jungunternehmer in den Bereichen Landwirtschaft, Lebensmittel und Umwelt.

Hilfreich sind in der Wissensallianz die meist aus den ersten Kontakten folgenden persönlichen Treffen zwischen Vertretern aus der Wirtschaft und von den staatlichen Hochschulen. "Abgesehen von konkreter Hilfe kommt es darauf an, eine sichere Umgebung zu schaffen, damit die Menschen zusammenarbeiten können", sagt Hombücher. In einer Atmosphäre, die zwischen den Partnern das nötige Vertrauen für die in der Regel sensiblen Projekte schafft.

Quelle: RP
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