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Geldern
Bruno Ketteler soll Kalkar fördern

Geldern. Zehn Jahre lang war der CDU-Mann Bürgermeister von Rees, vorher Beigeordneter in Kevelaer. Nun wird er Wirtschaftsförderer. Von Anja Settnik

Mit 47 Jahren hatte er den Bürgermeister-Beruf an den Nagel gehängt, um noch einmal eine neue berufliche Herausforderung zu suchen. Dr. Bruno Ketteler verließ die Stadt Rees und versicherte, in keiner anderen Kommune kandidieren zu wollen. Diese Zusage hielt er ein - auch, wenn der inzwischen 54-Jährige jetzt doch in ein Rathaus einzieht. Allerdings nicht als Bürgermeister, sondern als Wirtschaftsförderer. Ketteler wird vom 1. Juli an hauptamtlicher Wirtschaftsförderer Kalkars sein und zudem Prokurist der Stadtentwicklungsgesellschaft SEG. Die Geschäftsführung des Freizeitzentrums wird ein anderer übernehmen müssen, der noch einzustellen ist. Für den klammen Kalkarer Haushalt eine weitere Belastung.

"Wir hätten keine qualifiziertere Person als Wirtschaftsförderer finden können", sagt Bürgermeisterin Dr. Britta Schulz (Forum). Wilhelm Wolters, nicht nur Mitglied der CDU-Fraktion, sondern auch SEG-Aufsichtsratsvorsitzenden, nickt dazu. Als die RP etwas spitz fragt, warum die Christdemokraten nicht ein paar Monate früher an den fraglos qualifizierten Ketteler gedacht und ihn als Bürgermeisterkandidaten aufgestellt hätten, kommt die Antwort postwendend von dem Reeser selbst: "Zehn Jahre Bürgermeister waren genug. Ich stand seit meinem Abschied aus Rees für kein politisches Amt mehr zur Verfügung und werde das auch in Zukunft so halten." Ketteler hat, seit er die Reeser Stadtverwaltung verlassen hat, in der eigenen Rechtsanwaltskanzlei gearbeitet - zusammen mit (unter anderen) Manfred Palmen und Franz Kulka, beide früher Stadtdirektoren von Kleve und Emmerich.

Bevor Bruno Ketteler nach Rees gewechselt war, hatte er als Beigeordneter bei der Stadt Kevelaer gearbeitet

Quelle: RP
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