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Geldern
Bund der Rentner des Kreises besucht den Campus Kleve

Geldern. Die Mitglieder des BRH (Bund der Rentner, Ruhestandsbeamten und Hinterbliebenen), Kreisverband Kleve, treffen sich nicht nur jeden dritten Mittwoch im Monat um 15 Uhr im Café Zeit in Kleve zum Stammtisch, sie interessieren sich auch für modernes Gegenwartsgeschehen, das Neueste in Wissenschaft und Forschung, vor allem, wenn dies eng mit der Region verbunden ist.

So besuchten die Senioren jetzt den Campus Kleve, der auf dem ehemaligen Hafengelände errichtet wurde. Gegründet wurde die Hochschule bereits im Mai 2009, zum 1. September 2009 nahm sie den Studienbetrieb in angemieteten, leerstehenden Gebäuden auf. Wo Fabriken schließen, siedelt man Hochschulen an, Symbol für den Wandel, die Zukunft und neue Strukturen.

Nach zwei Jahren Bauzeit begann der Hochschulbetrieb in den neuen Räumlichkeiten. Zurzeit arbeiten hier für etwa 3300 Studenten rund 100 Professoren und 250 Lehrbeauftragte neben 70 wissenschaftlichen und 75 nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern. Die Chinesen bilden unter den hier vertretenen 106 Nationen die größte Gruppe. Aufgrund der vielen Nationalitäten werden insbesondere die "MINT"-Wissenschaften (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zu 80 Prozent in englischer Sprache unterrichtet. Von den ausländischen Studenten kehren 70 Prozent zurück.

Die Hochschule besteht aus 19 schneeweißen Gebäuden mit 48 000 Quadratmetern Grundfläche und lädt mit ihrer Promenade am Spoykanal auch Klever Bürger zum Bummeln ein. Neben dem Klimahaus zur Erforschung der günstigsten Lebensbedingungen, auch für exotische Pflanzen, werden in der Maschinenhalle, einer Pseudo-Fabrik, Forschungs- und Entwicklungsergebnisse auch für externe Firmen getestet, zur Optimierung der Arbeitsabläufe, nicht nur bei der Herstellung, sondern auch bei Vertrieb und Verkauf. Im "Wissensspeicher", einem ehemaligen Getreidespeicher, der unter Denkmalschutz steht, befindet sich die Bibliothek samt Arbeitsräumen, mit modernster Technik ausgestattet. Zum Bedauern der Besucher war die Mensa am Ende der Führung bereits geschlossen, so dass die Teilnehmer zwar ohne Imbiss, aber überwältigt waren von den vielen Informationen über diese Hochschule, die als Anlaufstelle für innovative, interdisziplinäre und internationale Ausbildung und Forschung in NRW dient.

Quelle: RP
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