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Geldern
CDU will Gesamtkonzept für E-dry-Kreuzung

Geldern. Immer wieder neue Ideen: Zurzeit kursiert Vorschlag eines Gelderner Architekten mit Wohnbebauung und Kita. Von Lutz Küppers

Ein Gesamtkonzept für die Bebauung der Flächen an der E-dry-Kreuzung wollen die Gelderner Christdemokraten nun realisieren. Einen entsprechenden Antrag für die Flächen am Neray und den E-dry-Parkplatz bis zur Voba-Verwaltung hat die Partei nun bei Bürgermeister Sven Kaiser eingereicht. "Wir würden von der Stadt gerne ein Konzept an die Hand bekommen, damit nicht permanent neue Ideen für die Flächen diskutiert werden müssen", erklärt Karl-Heinz Lorenz.

Der Fraktionsvorsitzende verweist in diesem Zusammenhang auf eine ähnliche Forderung, die die CDU 2013 bereits gemeinsam mit der SPD der Verwaltung hat zukommen lassen. "Doch richtig was getan hat sich danach nicht", blickt Lorenz zurück, der dort gerne einen Mix aus Handel/Gewerbe/Dienstleistung und Freizeit festschreiben lassen würde. Sein Veerter Fraktionskollege Berthold Pauels ergänzt: "Wir könnten uns für die Fläche einen städtebaulichen oder Interessenten-Wettbewerb vorstellen, der ausgeschrieben werden sollte." Dabei würde das hohe Verkehrsaufkommen an der Kreuzung natürlich eine wichtige Rolle spielen.

Während die CDU also eine geordnete Planung für diesen Bereich anstrebt, kursiert schon der nächste Vorschlag zur Bebauung der Fläche an der E-dry. Nachdem bereits vor längerer Zeit die Baumarktkette Obi ein Auge auf den Bereich geworfen hatte, ist es nun erneut der Gelderner Erwin Wilmes, der mit neuen Ideen nach vorne prescht. Der Architekt, der bereits als Planungsmitglied der "Flüchtlingshilfe Niederrhein" auf dem Disco-Gelände eine Siedlung für bis zu 3000 Asylsuchende ins Spiel gebracht hatte und scheiterte (die RP berichtete), hat nun einen neuen Vorschlag. In dem der Redaktion vorliegenden Papier ist von 42 Einfamilienhäusern auf dem E-dry-Gelände die Rede. Sie sollen nach Süden zum Nierskanal hin ausgerichtet sein. Außerdem ist von zusätzlichen Seniorenwohnungen die Rede. Und von einer Kita.

Für die Bebauung direkt an der Kreuzung auf dem E-dry-Gelände sind sogar schon Filialen von Burgerking und Kentucky Fried Chicken eingezeichnet, denen Wilmes "konkretes Expansionsinteresse" attestiert. Auch eine "Kioskfiliale" für den täglichen Bedarf (800 bis 1200 Quadratmeter groß) und eine Gesundheitsstation mit Apothekenfiliale und Notarztraum werden vorgeschlagen. Die E-dry selbst soll als gastronomischer Betrieb für Veranstaltungen erhalten bleiben.

Nun hofft Wilmes, dass sein Vorschlag von der Politik diskutiert wird. Die Meinung der CDU dürfte allerdings schon klar sein. Denn sonst würde sie wohl kaum ein Gesamtkonzept inklusive Wettbewerb fordern.

Quelle: RP
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