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Geldern
Da berühren sich Himmel und Erde

Geldern: Da berühren sich Himmel und Erde
Harald Höhler ist seit vielen Jahren für das Mitmach-Orchester verantwortlich. FOTO: Thomas Binn
Geldern. Zum Mitmachgottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche kamen weniger Leute als im Vorjahr. Doch mit 17 Instrumenten und großen Gesangs-Engagement war die besinnliche Veranstaltung dennoch ein Fest für Ohren und Geist. Von Christoph Kellerbach

Der "Musikalische Mitmachgottesdienst" fand am Morgen des zweiten Weihnachtstages zum elften Mal statt. Mit einem Blick auf die im Vergleich zum Vorjahr deutlich spärlicher besuchte Veranstaltung war Harald Höhler, Leiter des Bläserkreises Geldern und Dirigent des Ton-Erlebnisses, etwas enttäuscht: "Von Jahr zu Jahr werden es weniger Leute. Sowohl Zuschauer, als auch jene, die herkommen, um zu spielen."

Denn beim Mitmachgottesdienst konnte jeder, der ein Instrument spielt, um 10 Uhr erscheinen, um sich gemeinsam mit anderen auf das Programm voller klassischer Weihnachts-Lieder vorzubereiten, bevor schließlich um 11 Uhr der Gottesdienst begann.

Aber auch ohne Instrumente waren die anwesenden Gäste eingeladen, aus vollstem Herzen mitzusingen, was viele Besucher auch dankend annahmen. Es waren statt den 21 Mitspielern wie 2014 dieses Mal nur 17 in der Heilig-Geist-Kirche. Das Alter der Musiker reichte von 10 bis 82 Jahren. Die Besucher lobten die "Spielfreude, die schön ist wie immer", sowie die "tolle Auswahl der Stücke, da war ja wirklich alles bei".

Denn von "Ihr Kinderlein kommet" und "Vom Himmel hoch, da komm ich her" über "Ich steh an deiner Krippe hier" sowie "Es ist ein Ros entsprungen" bis hin zu "O du fröhliche" als auch dem Klassiker "Feliz Navidad" wurde eine bunte Mischung präsentiert. Die Predigt wurde gehalten von Pfarrerin Sabine Heimann, die der Kurzgeschichte "Wie der Weihnachtsmann einmal ohne Bart auf die Erde kam" von Autor Rafik Schami eine etwas andere Lesung präsentierte. Die Geschichte handelte von einem von Coca Cola gekauften Weihnachtsmann, welcher seiner Arbeit nicht mehr so wie früher nachkommt und dadurch seine Frau an ihrer Ehe zweifeln lässt.

Der untypische Stoff war bewusst gewählt, "denn traditionell gibt es bei diesem Mitmachgottesdienst keine Predigt", erklärte Heimann vorab.

Zu dem Konzept der gelebten Tonfreude bei dieser besinnlichen Veranstaltung meinte sie, dass der Akt des miteinander Musizierens für die Weihnachtszeit genau richtig ist, denn "da berühren sich Himmel und Erde".

Als Gastmusiker trat der 13-jährige Adrian Holtrup am Klavier auf und spielte gekonnt ein Stück von Beethoven, während zum Abschluss Kantorin Jeehyun Park mit den gesamten Besucherinnen und Besuchern zum Abschluss des Programmes einen Kanon anstimmte.

Wer Lust bekommen hat, im nächsten Jahr mitzumusizieren, sollte sich den 26. Dezember 2016 groß und dick im Kalender markieren. Auch Dirigent Harald Höhler war am Ende wieder begeistert von der "tollen Leistung der Leute, die hier heute Morgen erschienen sind. Das ist jedes Mal etwas ganz Besonderes hier."

Quelle: RP
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