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Wachtendonk
Das erste Burgfest mit schwerem Gerät

Wachtendonk: Das erste Burgfest mit schwerem Gerät
Der Andrang beim Burgfest war diesmal besonders groß - nicht nur an der abwechslungsreichen Kuchentafel der Landfrauen. FOTO: Seybert
Wachtendonk. Zum ersten Mal gab es ein Treckertreffen parallel zum Familientag an der Wachtendonker Burgruine. Es gab über 60 Jahre alte Maschinen, ein buntes Kinderprogramm, Kuh Lotte und besonders viele Besucher. Von Christoph Kellerbach

Es war schwer abzuschätzen, wie viele Menschen insgesamt beim großen Wochenend-Fest in der Burgruine waren - es waren jedenfalls besonders viele. Allein am Samstagabend feierten gut über 800 Gäste die Open-Air-Disco mit DJ Porree, und am Sonntag war beim großen Familientag ein reger Besucherverkehr. Immer waren 150 bis 200 Gäste vor Ort, die es sich gut gelaunt bei schönem Feierwetter gemütlich machten. Mindestens 400 Leute dürften es am zweiten Tag auf jeden Fall gewesen sein, die bei dem großen Event der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Wachtendonk dabei waren, vielleicht sogar noch mehr.

Denn erstmalig fand parallel zum Burgfest noch das erste Wachtendonker Treckertreffen statt. Organisiert wurde es von Helge Ringel, der sich an den Ursprung seiner Leidenschaft erinnerte: "Seitdem ich als Zehnjähriger mal meine Sommerferien auf einem Bauernhof verbracht habe, war ich von Treckern immer fasziniert. Vor elf Jahren bin ich dann hier hingezogen. Dann kam die Idee: Alle anderen Orte haben ja so ein Treffen, aber warum nicht Wachtendonk? Der Rest war ganz einfach, denn einige Leute wollten auch mitmachen, und jetzt haben wir 20 verschiedene Trecker hier."

Die älteste Nutzmaschine war eine Lanz aus dem Jahr 1949. Gegen 15 Uhr setzten sich die historischen Gefährte in Bewegung und fuhren einmal durch den Ortskern, nach Wankum und wieder zurück. Wer wollte, der konnte bei der knapp halbstündigen Tour auch mitfahren, um einmal die Kraft der alten, aber wunderbar instand gehaltenen Maschinen selbst zu erleben.

Die alten Nutzmaschinen faszinieren groß und klein. Hier ist Matti Bergers mit einem Lanz 1616, Baujahr 1955. FOTO: Seybert Gerhard

Viele Teilnehmer des Treffens kombinierten ihren Besuch mit dem Burgfest der KLJB. Familie Holtmanns verriet: "Als Eltern sind wir mit unseren Fahrrädern gekommen und haben die Kinder die beiden Trecker hier hinfahren lassen, einen Fendt Geräteträger von 1965 und einen IHC mit Baujahr 1976. Die Idee mit dem Treckertreffen ist toll, denn es passt richtig gut hier in den Rahmen des traditionellen Familientags."

Überhaupt wird das Wort Tradition in Wachtendonk großgeschrieben, schließlich ist es einer der wenigen Orte, an denen bei so einer Veranstaltung der Wechsel von der einen zur anderen Generation funktioniert hat. Bis vor fünf Jahren lag bei dem Männergesangsverein die Organisation des Festes. "Doch dann hatten die einfach nicht mehr die Manpower, das alles zu stemmen, und wir von der KLJB haben es gerne übernommen", erklärte Simon Kretschmer, Beisitzer des Vereins und Mitorganisator. "Das Burgfest gehört einfach zu Wachtendonk, und jeder aus dem Ort war schon mal hier. Das Ganze muss einfach fürs Dorf erhalten bleiben."

Wie in den Jahren zuvor hielt der Familientag wieder verschiedene Spiel- und Spaß-Optionen für große und kleine Besucher bereit. Eine Hüpfburg, ein Glücksrad sowie eine Tombola warteten auf die Familien. Es gab eine große Kaffee- und Kuchen-Tafel von den Landfrauen. Für die passenden Töne sorgte der Musikverein Lyra.

Als Highlight für die Kleinen war "Kuh Lotte" von Milch NRW vor Ort. Die präsentierte ein kleines Showprogramm und klärte mit vielen Gags darüber auf, woher die Milch kommt. Dazu gab es noch Melkspiele, damit die Knirpse selber erleben konnten, wie es ist, wenn man die Milch direkt aus der Quelle zapft. "Wir wollten nämlich dieses Mal etwas Besonderes für die Kinder machen", so Kretschmer. "Und wir dachten: Landjugend, Kühe? Das passt doch wunderbar zusammen."

Quelle: RP
 
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