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Geldern
Das Studium für den Bürger zum Thema "Nachhaltigkeit"

Geldern. Das Studium Generale der Hochschule Rhein-Waal lädt auf den Campus Kleve ein. Auftakt mit Bundesbauministerin Barbara Hendricks. Von Matthias Grass

Der Nutzgarten in der Stadt ist ebenso gemeint wie die Kunst im Depot, die Lettern einer Schrift ebenso wie die moderne Nutztierhaltung. Es ist von "Fair-Trade" die Rede, und es geht um Musik: "Nachhaltigkeit" lautet der Titel der neuen Studium-Generale-Reihe an der Hochschule Rhein-Waal (HSRW). Eine Reihe zum Thema, die spannende Ansätze jenseits des klassischen Klischees vom Jutebeutel bietet. Es sind zehn Vorträge mit Professoren der Hochschule und Gastdozenten im Hörsaal 1 auf dem Campus Cleve, in der Regel dienstags ab 19 Uhr. "Wir laden dazu alle ein, egal welchen Alters, an diesen spannenden Vorträgen teilzunehmen", sagt die Präsidentin der Hochschule, Dr. Heide Naderer.

Zum Auftakt hat Naderer die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Dr. Barbara Hendricks, gewinnen können. Sie berichtet am Freitag, 28. Oktober, 13.30 Uhr, wie man den ökologischen und gesellschaftlichen Wandel in Deutschland gestalten kann. Es geht um nichts Geringeres als den "Auftrag der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" der Vereinten Nationen. "Wir können heute nicht mehr so tun, als würden uns Probleme in anderen Teilen der Welt nicht betreffen. Das gilt auch für die Verschmutzung der Umwelt und den Klimawandel. Wenn wir den Traum von einer gerechten Welt nicht aufgeben wollen, dann müssen wir einen Weg finden, unseren Wohlstand zu erhalten, ohne unsere Umwelt zu zerstören", sagt Hendricks. Nachhaltigkeit betreffe alle Bereiche des Lebens und Wirtschaftens und sei folglich eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft.

Dr. Bettina Paust, Direktorin von Museum Schloss Moyland vertieft am Dienstag, 15. November (ab da läuft die Reihe um 19 Uhr) Hendricks' Ansatz, dass alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens betroffen sind: "Wie verantwortungsvoll und bewusst gehen wir mit unseren kulturellen Erbe um? Wie pflegen wir unsere Kunst und damit dieses Erbe?", fragt die Kunsthistorikerin. Dabei geht es ihr nicht nur die Werke als solche, sondern auch um die ideelle Ressource, die Kunstwerke in ihrer Aussage bieten.

Für die Mediziner Roland Hilgenpahl und Prof. Robert Renner geht's um die körperliche Nachhaltigkeit, die Fitness: "Fit und aktiv mit dem Kunstgelenk", heißt ihr Thema am 22. November. Wenige Wochen später, am 13. Dezember, referiert Prof. Jörg Petri (HSRW) über die Nachhaltigkeit der Buchstaben, wie Buchstaben ihre Form fanden und Typografie die Welt veränderte.

Bodenhaftung bekommen die Besucher des "Studium Generale" am 10. Januar. Dann es geht um urbane Nutzgärten von Kleve bis in die Tropen. Dazu berichten die Landschaftsplanerin der Stadt Kleve, Birte Raadts, und Dr. Katja Kehlenbeck, Professorenvertreterin im Fachbereich Nachhaltige Landwirtschaft der HSRW.

Über neue Ansätze für eine nachhaltige Nutztierhaltung berichten am 17. Januar Dr. Franz-Josef Storck, Leiter Haus Riskwick, und Prof. Steffi Wiedemann (HSRW). Dr. Ulrich Werneke vom Naturschutzzentrum Kreis Kleve und Prof. Florina Wichern (HSRW) zeigen am 24. Januar auf, wie man Lebensräume der Tier- und Pflanzenwelt nachhaltig gestalten kann. Pascale van Koeverden, Stadt Kleve, Michael Rübo, Kolpingsfamilie, und nicht zuletzt Prof. Matthias Kleincke (HSRW) beschäftigen sich mit der Fair-Trade-City und der Fair-Trade-University.

Danach geht es in andere Sphären: Sigrun Hintzen, Konzerte Kleve, und Michael Hendricks (HSRW) beleuchten Aspekte der "Nachhal(l)tigkeit am Beispiel der Musik. Den Abschluss macht am 21. Februar schließlich Prof. Dirk Reiser (HSRW) über nachhaltigen Tourismus.

Quelle: RP
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