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Geldern
Das wurde aus Kaisers "100-Tage-Programm"

Geldern: Das wurde aus Kaisers "100-Tage-Programm"
Ein Bild aus Wahlkampf-Zeiten: Sven Kaiser mit einem seiner Wahlplakate. Dieses verkündet, dass er als Bürgermeister die Wirtschaft stärken wolle. Tut er auch, sagt Kaiser heute. FOTO: Thomas Binn
Geldern. Was wird nun aus der Kapuzinerkirche? Gibt's Freifunk oder nicht? Als einziger Kandidat machte Bürgermeister Sven Kaiser im Wahlkampf im Herbst konkrete Wahlversprechen. Die Stunde der Wahrheit ist da. Von Sina Zehrfeld

Gestern war der 100. Tag im Amt für Bürgermeister Sven Kaiser. Für das Wahlvolk ein Augenblick zum Innehalten und Zurückblicken: Wie war das noch gleich mit dem 100-Tage-Programm...? Vor seiner Wahl hatte Kaiser angekündigt, was er binnen der ersten drei Monate im Rathaus umgesetzt haben wollte. Erfüllt oder nicht?

Freies W-Lan in der Innenstadt Wie jeder mit einem Smartphone rasch ermitteln kann, ist aus dem freien Internet im Bereich "zwischen den Wällen" nichts geworden. Kaiser erklärt die Umsetzung für "schwieriger, als ich dachte". Knackpunkt: Die Geschäftsleute müssen mitziehen. Im Dezember hätten diese des Weihnachtsgeschäfts wegen aber "keinen Kopf und keine Zeit" für die Diskussion gehabt. Jetzt will Kaiser die Unternehmer nach Karneval zu einer Veranstaltung einladen. Unter anderem sollen die positiven Erfahrungen zur Sprache kommen, die man in der Stadt Moers mit dem Freien W-Lan gemacht habe.

Lärmschutzkonzept für die Stadtkerntangente (B 58 n) Ein fertiges Konzept gibt es noch nicht. Allerdings: Die Verwaltung ist mit strammen Schritten auf dem Weg dazu. Das "Gutachten zur Lärmminderung" liegt vor, daraus sind mögliche Maßnahmen abzuleiten. Die Politik hat zwar noch nichts entschieden. Ob es beispielsweise einen Lärmschutzwall für die Buchenwegsiedlung geben soll, ist noch völlig offen. Aber wenn die Anstrengungen so weiterlaufen, dürfte es in absehbarer Zeit Klarheit geben.

Monatlicher Unternehmertag Das Konzept, einen Tag im Monat für Treffen mit Unternehmern zu reservieren, ist verworfen. Das liege aber keineswegs an der Stadtverwaltung, geschweige denn an ihm persönlich, versichert Kaiser. "Es ist eher die Frage, wann die Unternehmer eigentlich Zeit haben", betont er. Offenbar komme ein festgelegter Tag für die Kontaktpflege den Firmen weniger entgegen als flexible Verabredungen. Und so halte man es nun. Das Ziel, die Verbindung zur Wirtschaft zu verbessern, erfülle man dadurch besser. Er habe schon verschiedene Unternehmensbesuche mit der städtischen Wirtschaftsförderung absolviert, weitere seien geplant.

Konzept für eine neue Nutzung der Kapuzinerkirche Gibt's nicht. Und es zeichnet sich auch kein Zeitplan dafür ab. "Wir sind weiter im Dialog", sagt Kaiser. Er habe seit Amtsantritt drei persönliche Treffen mit dem Eigentümer der brachliegenden Immobilie gehabt.

Vereine in den Ortschaften stärken Bis jetzt gibt es keine neuen Projekte oder Ansätze. Kaiser: "Da muss ich noch mal 'ran."

Bürgerbeteiligung zum Haushalt Ist erfolgt, die Präsentation des städtischen Haushalts für Jedermann war gut besucht. In diesem Jahr sollen die Bürger noch früher eingebunden werden und "mitreden".

Bürgermeistersprechstunde Ist angelaufen, die erste "Offene Sprechstunde" war am 7. Januar. Die Resonanz war sehr groß, die Besucher kamen aus Geldern und aus den Ortschaften.

Quelle: RP
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