| 00.00 Uhr

Wachtendonk
Dauer-Betrug im Bürgerhaus

Wachtendonk. Wachtendonks Theaterverein nimmt die TV-Verkäufer aufs Korn.

Wie der kaufwütige Fernsehzuschauer beim Kauf-TV hinters Licht geführt wird, das zeigte der Theaterverein "Gesellschaft Harmonie 1872" im Bürgerhaus in Wachtendonk. Der voll besetzte Saal bekam eine turbulente Komödie zu sehen, bei der die Wahrheit mit Witz erzählt wurde.

Völlig nutzloses Zeug wurde den Fernsehzuschauern "angedreht". Der Chef des Senders "Kauf-TV", Dieter Barnsdorf, dargestellt von Horst Beims, kannte bei seinen Süchten kein Pardon. Weder beim Koks noch bei den Frauen noch bei seiner Geldgier. Und damit letzteres noch besser funktionierte, sollte ihm der amerikanische Verkaufsspezialist Mike Burns (Andreas Ullrich) helfen. Leider kam an dessen Stelle der arbeitslose Putzmann Theo Herkel (Rolf Huyskens) ins Spiel. Geschickt lavierte er sich in die Rolle des Starverkäufers. Dabei half ihm Dorothea Schröder als Moderatorin. Die super-schlanke, rothaarige Dame verkörperte das ultimative Verkaufsgenie. Mühelos stach sie die kaugummikauende Ruhrpottschlampe Pamela, gespielt von Brigitte Held, aus. Die "Patentante aller Blondinen" spielte das doofe Blondchen perfekt.

Alles hätte so schön sein können, wenn da nicht der waschechte Amerikaner mit Stetson und großem Reisekoffer aufgetaucht wäre. Nun drohte das mühselig aufgebaute Kartenhaus des ehemaligen Putzmannes zusammenzustürzen. Er sah sich schon wieder in der Schuldenfalle. Mit allen Mitteln versuchte er, sein Fell zu retten. Bis zur Unkenntlichkeit verkleidet und mit allen Raffinessen eines gewieften Verkäufers redete er sich, trotz plagender Gewissensbisse, um Kopf und Kragen. Wäre da nicht die gute Seele Erika Flosbach gewesen (Elke Buschmann), die versuchte, die Wogen zu glätten. Zwischendurch kam immer wieder die Rentnerin Uschi Reuter (Petra Beims) ins Spiel, die mal wieder auf einen Verkaufstrick von Kauf-TV hereingefallen war.

Eine Geschichte, die das reale Leben jeden Tag schreibt: Betrug auf ganzer Linie. Auf die Bühne gebracht und eingeübt in sechs Wochen von den Schauspielern des Theatervereins Wachtendonk.

(lin)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Wachtendonk: Dauer-Betrug im Bürgerhaus


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.