| 00.00 Uhr

Geldern
Defibrillatoren können Leben retten

Geldern. Wenn das Herz nicht mehr schlägt, ist sofortige Hilfe zur Wiederbelebung nötig. Jeder, der in die Situation kommt, hier Erste Hilfe zu leisten, sollte an drei Dinge denken. Sofort den Notruf 112 verständigen, am besten gleichzeitig mit der manuellen Herzdruckmassage beginnen und, falls ein Defibrillator in der Nähe ist, jemanden losschicken, ihn schnellstmöglich herbeizuholen.

Ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED) gibt exakte Sprachanweisungen, so dass der Helfer sofort weiß, was zu tun ist. Mit diesem automatisch funktionierenden Gerät kann direkt am Notfallort noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes mit der Wiederbelebung begonnen werden. In der Zwischenzeit leitet der Mitarbeiter in der Leitstelle des Kreises Kleve telefonisch die manuelle Herzdruckmassage an.

Alle AED, die im Kreis Kleve zur Verfügung stehen und von denen die Kreisverwaltung den Standort kennt, werden in ein Verzeichnis aufgenommen. So kann die Leitstelle im Bedarfsfall den nächstgelegenen Ort eines AED gleich am Telefon nennen.

Jeder kann auch selbst per Klick vom Computer oder Smartphone aus die Karte aller Automatisierten Externen Defibrillatoren aufrufen. "Ich bin dankbar, dass wir so viele Meldungen mit Defibrillator-Standorten erhalten haben. Auch weiterhin bitte ich jeden, der ein solches Gerät hat, sich zu melden, damit möglichst viele Menschenleben im Ernstfall gerettet werden können. Je kürzer der Weg bis zum nächsten Defibrillator, desto größer sind die Überlebenschancen. Und darauf kommt es letztlich an", wirbt Landrat Wolfgang Spreen für ein möglichst vollständiges Standortverzeichnis.

In vielen Gebäuden der Kreisverwaltung, in den kreiseigenen Schulen und auf den Jugendzeltplätzen des Kreises wurden Defibrillatoren installiert, ebenso in den Gebäuden der Kreispolizeibehörde, die rund um die Uhr geöffnet sind. "Mein Wunsch ist, dass weitere Geschäftsinhaber, Firmen, öffentliche Einrichtungen, wie Schulen, Kindertagesstätten, Senioren- und Jugendeinrichtungen einen gut erreichbaren Defibrillator installieren und uns den Standort mitteilen", so Spreen.

Auf der Internetseite www.kreis-kleve.de/aed sind Standortmeldungen möglich. Fragen dazu beantwortet Kreismitarbeiterin Larissa Simon telefonisch unter 02821 85 183.

Das Verzeichnis aller dem Kreis Kleve bekannten Standorte der Automatisierten Externen Defibrillatoren gibt es im Internet unter www.kreis-kleve.de/aed-map.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Geldern: Defibrillatoren können Leben retten


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.