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Issum
Den Römern auf der Spur in Issum

Issum. Bei der Kindernacht des Kulturkreises ging es um die "Colonia Ulpia Traiana". Von Bianca Mokwa

Im Rathaussaal ist es ziemlich dunkel. An der Wand windet sich Efeu hoch, Säulen und große Krüge aus Pappe weisen den Weg zu einer Zeit, die längst vergangen ist. Sie wird wieder lebendig, als Petra Kunst aus der Dunkelheit hervortritt. An diesem Abend ist die Frau in der roten Toga Julia, eine waschechte Römerin, die in der Colonia Ulpia Traiana in der Nähe von Xanten lebt. Gemeinsam mit Rolf Pester nimmt die Frau, die eigentlich Gästeführerin im Archäologischen Park Xanten ist, das junge Publikum bei der Kindernacht des Kulturkreises Issum mit auf eine Zeitreise. Petra Kunst alias Julia erzählt von den damaligen "Superstars", den Gladiatoren. Die stellten sich bei den Kämpfen der sportlichen Herausforderung und verdienten damit ihren Lebensunterhalt. Dass es damals noch keinen Fußball gab, quittieren die Jungs im Publikum mit einem erschrockenen: "Was?"

Der Römerabend bewegt Emotionen, vor allem bringt er aber jede Menge Wissensvermittlung. Weil es in unseren Breiten keine Löwen für die Arena-Kämpfe Mensch gegen Tier gab, mussten andere Tiere herhalten. Das waren etwa Bären, Wölfe und ("denkt mal an Obelix", sagt Petra Kunst) Wildschweine. Für Entspannung sorgte in der Römerwelt nicht der Fernseher, sondern die Therme. "Das waren große Wellnessoasen", erklärt Petra Kunst.

Was gut ankommt bei den Kindern ist die Tatsache, dass der Besuch der Therme kostenlos war. "Das hat der römische Staat für seine Bürger getan, nicht nur damit sie sauber waren, sondern auch zufrieden", erklärt die römische Julia. Aber an dem Abend des Kulturkreises wird nicht nur zugehört, sondern auch geschmeckt. Fladenbrot und Ziegenkäse mit Kräutern bringt die Welt der Römer den Kindern auch kulinarisch nah, und Rolf Pester erklärt, was es unter anderem mit den Ziffern V, X und M auf sich hat. Das alles für drei Euro Eintritt. Fazit: Viel Kultur zum kleinen Preis.

Quelle: RP
 
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