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Geldern
Der Graben von Geldern

Der Festungsgraben war ein in Zickzacklinie verlaufender Verteidigungsgraben, der in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von den Niederländern und Spaniern gegraben wurde. Er lag ein Stück außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer, die in etwa auf der Position der heutigen Wälle zu verorten ist. Der Festungsgraben wurde später, im 18. Jahrhundert, "Stadtgraben" genannt und galt als von Gärten umgebenes Idyll. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Plan gefasst, ihn zuzuschütten und darauf einen Spazierweg anzulegen. Dagegen gab es aber heftige Widerstände. So betrachteten Anlieger den verfüllten Graben als Verlängerung ihrer Grundstücke. Zudem hielten Kritiker die Anlage von Spazierwegen nicht für die dringlichste Aufgabe der in Trümmern liegenden Stadt. Der ehemalige Stadtarchivar Stefan Frankewitz hat eine mögliche Route für den Festungsweg im Jahr 2010 veröffentlicht.
(szf)
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