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Geldern
Der Schwanenritter und das große "FabLab"

Geldern: Der Schwanenritter und das große "FabLab"
Die Gaudi beim Schwanenritter-Rennen am Tag der offenen Tür der Hochschule Rhein-Waal gehört zur Tradition. FOTO: Gottfried Evers
Geldern. Am Samstag, 21. Mai, lädt die Hochschule Rhein-Waal (HSRW) an ihren Standorten Kleve und Kamp-Lintfort zum Tag der offenen Tür ein. Die HSRW will sich in ihrer ganzen Breite allen Bürgern präsentieren. Von Matthias Grass

Kleve Ein Pfund Nägel, zwei Sperrholzplatten, jede Menge Panzerband, eine Handsäge und ein Hammer. Fertig ist die Ausrüstung, um das Schiff zu bauen, das den herrlichen Schwanenritter an die Hochschule Rhein-Waal (HSRW) bringt. "Dazu muss jedes Boot einen Ritter und einen Schwan an Bord haben", sagt Prof. Dr. William Megill. Der Professor lehrt an der HSRW Bionik mit dem Schwerpunkt Sensorik und Robotik und hat zusammen mit dem Klever Stadtmarketing die Riesen-Gaudi am Tag der offenen Tür im Klever Hafen ins Leben gerufen. Viele der tapferen Ritter erreichen in ihren genagelten Nachen nicht das Ziel, gehen baden. Andere überraschen mit viel Fantasie, was nun Schwan und Ritter ist. Um 15.15 Uhr ist am Samstag, 21. Mai, Startschuss für das Rennen, vorher wird zwei Stunden heftig gewerkelt. Nachdem der Weseler Yachtclub das Auftrakt-Rennen gewann, folgten zweimal die Klever Segler - und die wollen einen Hattrick. Andere wollen einfach nur ins Ziel . . . (Noch können sich Teams anmelden: Tel.: 0 28 21 89 50 90).

Das FabLab in Kamp-Lintfort gehört zu den größten im Lande. Dieses "Fabrication Laboratory" ist weltweit vernetzt und bietet modernste Technik zum Anfassen: ein 3D-Druck? "Kein Problem - man kann es beim Tag der offenen Tür erfahren, ausprobieren", sagt Christin Hasken, Sprecherin der HSRW. Das FabLab versteht sich als offene High-Tech-Werkstatt, will den Zugang zu modernen industriellen Produktionsverfahren ermöglichen.

Das 600-Quadratmeter große Labor zeigt, wie modernste Technologien schon eingesetzt werden oder vielleicht bald eingesetzt werden können. Wie das FabLab öffnen alle Labore der Hochschule an beiden Standorten ihre Pforten. Schließlich will sich die HSRW in ihrer ganzen Bandbreite den Bürgern präsentieren.

"Wir möchten zeigen, wie angewandte Wissenschaft heute funktioniert, wir stehen für Gespräche bereit, unsere Fakultäten stellen sich alle vor", sagt Hasken. In Kamp-Lintfort starten Samstag, 21. Mai, ab 11 Uhr die Führungen im Foye. Im Gebäude 1 in Kleve ist das Hörsaalzentrum mit dem Audimax der Ausgangspunkt zur Entdeckungsreise durch die angewandte Wissenschaft von heute. Auf jedem Hochschul-Campus stehen Professoren und Studenten bereit, es heißt "Frag doch den Prof", die Labore mit ihren modernen Mikroskopen entführen in einen unbekannten Kosmos.

Wer darauf einen Schnaps haben möchte: Auf dem Campus Kleve präsentiert sich die Destille der Hochschule. Da ist der Schnaps dann das Endprodukt des langen Wegs von der Planung bis zum hoffentlich hochwertigen Lebenmittelprodukt, es geht um Prozess-Optimierung, um den guten Geschmack des Destillats. Hinter dem Hochprozentigen steckt dann auch eine ganze Portion Lehre der Hochschule. Das ist das Prinzip des Tages der offenen Tür: Wissenschaft an fassbaren Beispielen aufzuzeigen und für die Hochschule zu werben. "Der Bürger soll sehen, was wir hier tun, wir wollen künftigen Studenten zeigen, was sie hier studieren können - und dass Naturwissenschaften Spaß machen", so Hasken.

Da kommt dann auch wieder Megill ins Spiel: Denn der Schotte präsentiert mit dem Submarine-Team der Hochschule Rhein-Waal die an seiner Fakultät konstruierten Ein-Mann/Frau-U-Boote. Die haben schon in Übersee erfolgreich an Wettbewerben teilgenommen, mit Antrieben, die der Natur abgeguckt wurden. Nicht zuletzt öffnet natürlich auch für alle Freunde der Botanik das HSRW-Klimahaus in Kleve seine Pforten: Führungen um 11.30 Uhr, 14 Uhr, 15.30 Uhr. Der Tag der offenen Tür endet 17 Uhr.

Quelle: RP
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