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Issum
Die ganze Vielfalt des Akkordeons in Issum

Issum. Mit kurzweiligen Stücken sorgte das Akkordeon-Orchester "Harmonie" zusammen mit dem Ensemble der Musikschule Gelsenkirchen im Evangelischen Gemeindehaus unter dem Motto "Akkordeonvielfalt" für beste musikalische Unterhaltung. Knapp 100 Zuhörer waren zu dem mittlerweile traditionellen Konzert unter der Leitung von Andreas Karst mit Melodien von Bach, Piazzolla, James Last und Les Humphries gekommen. Brigitte Viefers führte charmant und informativ durch das Programm. Von Udo Spelleken

Dass das volkstümliche Akkordeon sehr wohl in der Klassik zu Hause sein kann, demonstrierten die elf Musiker zu Beginn in der "Sinfonie in B-Dur" von Johann Christian Bach. Das Werk gehört zu den frühesten Zeugnissen ihrer Gattung und ist aus der dreisätzigen italienischen Opernouvertüre hervorgegangen. Die mitreißend musikantische Komposition wurde exzellent von den Akkordeonisten dargeboten. Eine frische, geschliffene Darbietung, die durch kongeniale Sensibilität, beschwingten Tempi und einem insgesamt transparenten, tiefenscharf konturierten Klangbild überzeugte. Hier war die große Vielfältigkeit des Instruments mit seinen unterschiedlichen Registriermöglichkeiten gepaart mit einem eindrucksvollen Reichtum an musikalischen Einfällen zu hören.

Ebenso dynamisch und energiegeladen trug das Orchester "La Marionetta" vor, eine Tanz-Suite im spanischen Stil von Friedrich Haag, bei der die Virtuosität und Fingerfertigkeit beeindruckte. Mit großer Spielfreude, sehr stilvollen und interessanten Arrangements ging es in der vielfältigen Unterhaltungsmusik zu. Melodien wie "I will follow him" aus dem Musical "Sister act", Erfolge wie "Can you feel the love tonight" aus dem "König der Löwen", und der hundert Jahre alte Schlager "Gigolo" versetzten das Publikum in Stimmung und ließ es fröhlich mitswingen.

Auch die bekannten Melodien von James Last "Happy heart" und die Songs der Gesangsgruppe Les Humphries, die die Charts in den siebziger Jahren eroberten, durften beim vielfältigen Angebot des Akkordeonorchesters nicht fehlen. Astor Piazzollas inspirierendes Werk "Zita" aus der Suite Troileana setzte mit seinem verspielten Charakter und seinen bewegenden, melancholischen Stimmungen ein weiteres Highlight im Programm.

Es gab viel Beifall für die engagierten Akteure.

Quelle: RP
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