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Wachtendonk
Die Jugend zieht zur Mühlenstraße

Wachtendonk. Der Haupt- und Finanzausschuss in Wachtendonk gab grünes Licht.

Das Jugendheim "Old School" wird seit einiger Zeit als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt. Neue Jugendräume sollen im Haus Mühlenstraße 8 entstehen. Der Haupt- und Finanzausschuss gab dem Gemeinderat die entsprechende Empfehlung. Demnach sollen im laufenden Haushalt 40.000 Euro für die Herrichtung der Räume in diesem Gebäude bereitgestellt werden. Das Votum erfolgte bei einer Enthaltung der SPD.

Deren Fraktionsvorsitzender Jochen Ebel sieht das Vorhaben skeptisch. Er beruft sich auf das Urteil des Kreises Kleve vom Dezember, wonach das Gebäude als Jugendfreizeitheim nicht geeignet ist. Zu geringe Deckenhöhen, brandschutztechnische Anforderungen an Decken nicht eingehalten, Treppe widerspricht diversen Vorschriften, keine ausreichenden Brüstungshöhen der Fensteröffnungen im Obergeschoss und Wände zum Teil durchfeuchtet und vermutlich von Schimmel befallen - das stellte der Sachbearbeiter bei einer Ortsbesichtigung fest.

"Ich habe keinen Schimmel gesehen", sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Joachim Oomen. Er vertrat die Auffassung, dass bei richtiger Raumaufteilung vernünftige Jugendarbeit in dem Haus möglich sei. "Letztlich ist das nur eine Übergangslösung", unterstützten ihn Ludwig Ramacher (Grüne) und Ruth Bechler (WBV). Vier bis fünf Jahre seien damit abgedeckt, so Matthias Küppers (WWG). "Wir haben keinen anderen Raum, und auch bei anderen Objekten wären Umbauten nötig." Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt umriss die Vorgehensweise in der Mühlenstraße 8: Missstände abstellen, das Obergeschoss schließen, das Notwendigste investieren.

Auch kam der Ausschuss überein, das Konzept der Jugendarbeit in der nächsten Sitzung des Schul- und Sportausschusses zu erörtern. Dabei soll auch das Engagement der Gemeinde bei der aufsuchenden Jugendarbeit, bei der Straßensozialarbeit und bei der präventiven Sozialarbeit im Elementar- und Primarbereich einbezogen werden.

(kla)
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