| 00.00 Uhr

Geldern
Die Versorgungsmöglichkeiten bei Herzinfarkt und Schlaganfall

Geldern. Die gute Zusammenarbeit zwischen dem Rettungsdienst des Kreises Kleve und dem Katholischen Karl-Leisner-Klinikum bildet fort: Fast 20 Rettungsassistenten informierten sich im Kevelaerer Marienhospital zum aktuellen Stand der Versorgungsmöglichkeiten von Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten.

"Unsere Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst des Kreises Kleve hat sich im Rahmen des Herzinfarkt-Netzwerkes Niederrhein etabliert und sehr bewährt", betont Dr. Norbert Bayer, Oberarzt der Klinik für Kardiologie am Katholischen Karl-Leisner-Klinikum. Das bestätigt Landrat Wolfgang Spreen: "Auch Dank der von den Kliniken angebotenen Fortbildungen für den Rettungsdienst kennt man sich untereinander und das erleichtert einfach die Abläufe".

Das Herzinfarkt-Netzwerk Niederrhein besteht seit elf Jahren und ermöglicht Klinikum und Rettungsdienst die bestmögliche Versorgung von Notfall-Patienten. Durch die gute Vernetzung von Rettungsdienst und Klinikum ist die Hilfe bei Herzinfarkten besonders schnell und effektiv: Vom Eintreffen des Notarztes beim Patienten bis zur Wiedereröffnung der verschlossenen Herzkranzarterie vergeht in der Regel keine Stunde, die Überlebenschance bei akutem Herzinfarkt ist deshalb im Kreis Kleve 30 Prozent besser als im Landesdurchschnitt.

Zur Verbesserung der kardiologischen Versorgung im Kreis Kleve wird das Leisner-Klinikum in Kevelaer eine kardiologische Abteilung etablieren. "Mit Inbetriebnahme des neuen Herzkatheterlabors wird auch dort eine Notfallversorgung möglich sein", so Dr. Bayer, der die kardiologische Versorgung am Marienhospital federführend etablieren wird. Die Bauarbeiten sind in vollem Gange, die Gesamtkosten zur Etablierung der Kardiologie betragen etwa zwei Millionen Euro.

Die Kooperation zwischen Klinikum und Rettungsdienst bezieht sich auch auf Schlaganfallpatienten. "Jeder Schlaganfall ist ein Notfall", so Dr. Klaus-Dieter Willenborg, seit April neuer Chefarzt der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie am Marienhospital. Die Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie im Marienhospital ist damit eine heimatnahe Anlaufstelle, die eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau garantiert - auch durch die Zusammenarbeit mit den Experten der Radboud-Klinik in Nijmegen. Ein Kooperationsvertrag wurde unterschrieben.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Geldern: Die Versorgungsmöglichkeiten bei Herzinfarkt und Schlaganfall


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.