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Geldern
Die vielen Facetten des Ruud van der Beele

Geldern. Retrospektive im Franz-Pfanner-Haus Arcen. Die Ausstellung wird am Sonntag, 30. August, eröffnet.

In einem Interview gefragt, was für eine Kunst er mache, antwortete Ruud van der Beele spontan: "Gefühl. Gefühl für die Welt, für Menschen, für die Landschaft. Ich reagiere auf meine Umgebung. Ich mache oft Entwürfe in meine Notizbücher: Was ich spontan empfinde, das notiere ich direkt, um meine Eindrücke für die Zukunft festzuhalten. Wenn ich in Irland bin, mache ich Entwürfe und Bilder in meiner Verbindung zur dortigen Landschaft. Das muss in diesem Moment passieren, denn wenn ich nach einer Woche zu Hause bin, lebt Irland nicht mehr in mir. Das ist wie Wein, der nach dem Urlaub zu Hause ganz anders schmeckt als am Urlaubsort."

Im Franz-Pfanner-Haus in Arcen, Klein Vink 4, wird eine Beele-Retrospektive gezeigt. Die Ausstellung ist vom 30. August bis zum 11. Oktober samstags, sonntags und mittwochs von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Sie zeigt die Entwicklung dieses vielseitigen Künstlers durch die Jahre. Die Arbeiten, die von privaten Sammlern erworben wurden, sind mit ihren Besitzern in der Fotogalerie zu sehen.

Ruud van der Beele wurde 1949 in Sevenum geboren. Er machte eine Lehre als Installateur. Nach einigen Berufsjahren in der Firma seines Vaters war ihm klar, nicht in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und den Betrieb nicht zu übernehmen. Er bewarb sich an der Akademie für industrielle Formgebung in Eindhoven. Dort legte er 1980 sein Examen für frei gestaltende Formgebung ab. Er ließ sich erst in Swolgen als freischaffender Künstler nieder, seit 1987 arbeitet und wohnt er op de Schans in Arcen.

Nach dem Studium experimentierte van der Beele zuerst mit verschiedenen Maltechniken. Allmählich und im zunehmenden Maße entstand das Bedürfnis, das Gemalte aus dem Bild zu holen und in eine dreidimensionale Plastik umzusetzen. "Der Vorteil einer Skulptur ist, dass man sie umlaufen kann. So hat man immer einen neuen Eindruck. Dies geht nicht bei einem Bild", erklärt der Künstler.

Ruud van der Beele ist Optimist und Idealist mit philosophischem Einschlag. Er holt seine Inspiration aus der Wertschätzung für Mensch, Natur und aus der Landschaft von Nord Limburg, de Peel und vor allem seinem geliebten Irland. Oft arbeitet er mit Eisen und Steinen. Die Arbeiten sind in verschiedenen Städten in den Niederlanden ausgestellt, ebenso befinden sich seine Skulpturen an öffentlichen Plätzen in den Niederlanden. 2005 hat er sich an einem landesweitem Projekt zum 25-jährigen Amtsjubiläum von Königin Beatrix beteiligt. Sein Thron wurde zusammen mit 24 anderen Entwürfen ausgewählt für eine Wanderausstellung.

Quelle: RP
 
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