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Issum
Die Vielfalt des Akkordeons bewiesen

Issum: Die Vielfalt des Akkordeons bewiesen
Einen reichen Melodienbogen spannten die Mitglieder der beiden Akkordeon-Ensembles in Issum. FOTO: Gerhard Seybert
Issum. Gelungenes Konzert im evangelischen Gemeindehaus Issum. Auf der Bühne waren das Akkordeon-Orchester "Harmonie" und ein Ensemble der Musikschule Gelsenkirchen. Älteste Musikerin ist 92 Jahre alt. Von Udo Spelleken

Unter dem Motto "Unser Herz schlägt für Musik" sorgte das Akkordeon-Orchester "Harmonie" zusammen mit dem Ensemble der Musikschule Gelsenkirchen im evangelischen Gemeindehaus für zwei Stunden beste Unterhaltung. Mehr als 100 Zuhörer waren zu dem alle zwei Jahre stattfindenden Konzert unter der Leitung von Andreas Karst mit internationalen Melodien gekommen. Brigitte Viefers nahm das Publikum liebenswürdig und informativ mit auf eine Reise um die musikalische Welt.

Sie begann in den USA mit "The windmills of your mind", einem Popsong aus dem Jahr 1968, in dem melodische Sätze von Wolfgang Amadeus Mozarts "Sinfonia concertante" verarbeitet wurden. Mit der "Elisabeth-Serenade", einst Erkennungsmelodie der BBC und mit ihrer eingängigen, sehnsüchtigen Tonfolge ein klassisches Beispiel für die British Light Music, ging es über England in die Schweiz. Dort war das Hazy-Osterwald-Sextett im Jahr 1959 mit dem "Kriminal-Tango" erfolgreich. Vom italienischen Barockorchester Rondo Veneziano stammt das "Misteriosa Venezia", und der Argentinier Astor Pantaleón Piazzolla komponierte den Tango "Revirado".

Es war ein bezauberndes Werk, das von den Gästen der Musikschule Gelsenkirchen unter der Leitung von Hanni Jacobs exzellent vorgetragen wurde. Zudem waren es zwei frische, ansprechende Darbietungen, die mit beschwingten Tempi, Takt- und Rhythmuswechseln und einem großartigen Klangbild überzeugten. Hier war die große Vielfalt des Instruments mit seinen unterschiedlichen Registriermöglichkeiten gepaart mit einem eindrucksvollen Reichtum an musikalischen Einfällen zu hören, bei der die Virtuosität und Fingerfertigkeit beeindruckte.

Nach Schweden ging die Reise weiter mit einem Abba-Medley, bei dem die Dancing Queen, Fernando und Mamma Mia nicht fehlen durften. Dynamisch und energiegeladen gab es vor der Pause "Italo Pop-Hits". Mit "Red River Valley" und "Bella Bimba" präsentierte sich der Nachwuchs, Justus und Hannes Lörcks, Schüler der Kreismusikschule von Andreas Karst und erntete verdienten Applaus.

Dass Akkordeonspielen jung hält, bewies Inge Lütten, die mit ihren 92 Jahren immer noch mit großer Spielfreude und Leidenschaft dabei ist. Die Reise steigerte sich mit den "Les Humphries Singers", stilvollen und interessanten Arrangements aus dem Musical "Cabaret" und endete mit einem "Udo-Jürgens-Medley", bei dem fröhlich mitgesummt wurde.

Es gab viel Beifall für die engagierten Akteure und für ein Konzert, in dem die vielfältigen Unterhaltungsmöglichkeiten des Akkordeons bestens vorgestellt wurden.

Quelle: RP
 
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