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Geldern
Diese Tiere suchen ein neues Zuhause

Diese Tiere suchen ein neues Zuhause
Diese Tiere suchen ein neues Zuhause FOTO: Seybert, Gerhard (seyb)
Geldern. Olli will mit neuem Besitzer über die Wiesen toben. Loki braucht ein Rudel Menschen. Viele Katzen suchen einen, der sie krault, und bald erwachen die Igel: Es wird Frühling im Tierheim für Geldern und Umgebung.

Olli ist "ein kleiner Schleimer", sagt Tierheim-Chefin Kristina Scholz: "Er ist sehr menschenbezogen." Ein vierjähriger Labrador-Mischlingsrüde, freundliches Wesen, "aufgeweckt, aber nicht aufgedreht, und er läuft prima an der Leine". Außerdem sieht er einfach so hübsch aus mit seinem weichen Fell, durch das sich eine weiße Spur über die Brust zieht. Ein schönes Tier, für das das Gelderner Tierheim bald ein schönes Zuhause finden will.

Acht Hunde und zwölf Katzen suchen in der Einrichtung derzeit neue Menschen zum Füttern, Spielen, Kraulen. Außerdem leben derzeit noch vier Kaninchen, zwei Schildkröten und sieben Igel in der Einrichtung. Aber die Kaninchen sind allesamt schon "reserviert", die Schildkröten dürfen in ihrem Gartenteich auf dem Heim-Gelände bleiben, und die Igel haben ohnehin nur für den Winterschlaf Obdach bekommen - die werden wieder ausgewildert.

Der Frühling kommt. Und das heißt für die Mitarbeiter im Asyl für herrenlose Vierbeiner: Es steht eine Menge Arbeit ins Haus. Denn bald, das können sie mit trauriger Gewissheit voraussagen, werden wieder viele kleine, mutterlose Kätzchen abgegeben werden. "Wir erwarten jetzt den nächsten Schwung", sagt Kristina Scholz. Überwiegend werden bei ihr und ihren Kollegen Tiere abgeliefert, die Menschen im Garten oder im Wald gefunden haben - nicht selten Würfe, zu denen das Muttertier nicht mehr zurückgekehrt ist, zum Beispiel, weil es auf der Straße unter die Räder geraten ist. "Und im Frühjahr kommen auch immer wieder tragende Katzen rein", erklärt Christian Franz, Geschäftsführer des Gelderner Tierschutzvereins, der das Heim unterhält. Also: Bald gibt es besonders viele Stubentiger zu versorgen und unterzubringen.

Auch abgesehen von der Katzenfrage weckt der Frühling im Tierheim die Lebensgeister: Wenn die Temperaturen jetzt dauerhaft wärmer werden, werden die Winterschläfer sich regen. Kristina Scholz rechnet damit, dass alle sieben gut durchgekommen sind - nachsehen kann sie jetzt noch nicht, denn das würde die Tiere stören. Wenn sie sich aus ihren Schlafhöhlen wagen, dann werden sie erstmal wieder rundgefüttert. "Und dann gehen die meisten zurück an den Fundort", erzählt Kristina Scholz. "Für die, bei denen das nicht möglich ist, haben wir schon eine Liste von Leuten, die gern einen Igel im Garten hätten."

Ansonsten wird das Tierheim nach der Winterzeit fit gemacht für das Jahr: Reparaturen an den Außenanlagen, Bepflanzung des Schildkrötenteichs, ganz allgemein Gartenarbeit. Helfer sind übrigens immer gesucht. Für kleinere Arbeiten rund um den Betrieb - und natürlich zum Gassigehen und Streicheln.

Wer sich für das Tierheim oder seine vierbeinigen Bewohner interessiert, der kann ja heute mal ganz entspannt und unverbindlich vorbeischauen. Ab 12 Uhr ist in der Einrichtung an der Liebigstraße 51 im Gelderner Gewerbegebiet ein "Oster-Familientag". Es gibt Kaffee und Kuchen. Und die Tierheim-Mitarbeiter sind für Fragen da.

VON SINA ZEHRFELD

Quelle: RP
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