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Gelderland
Ein Bericht - und die Telekom wird aktiv

Gelderland: Ein Bericht - und die Telekom wird aktiv
Ulrike Thielmann aus Geldern wechselte zum 4. Mai den Telefonanbieter, seitdem hatte sie August kaum Telefon und Internet. FOTO: szf
Gelderland. Im Rahmen des "Bürgermonitors" gab es in den vergangenen Wochen mehrere Beschwerden wegen gestörter Telefon- und Internetverbindungen. Die RP hakte nach - und prompt hatten die Leser wieder Anschluss. Auch bei 1 &1. Von Michael Klatt, Bianca Mokwa und Sina Zehrfeld

Thorsten Schulte-Kellinghaus hat einen Vorschlag für einen neuen Werbesong der Deutschen Telekom - und dafür greift der Sevelener weit zurück in die Schlagergeschichte. "Wunder gibt es immer wieder" schwebt ihm als Erkennungsmelodie der Firma vor. Denn kaum war ein RP-Artikel über einen seit Wochen gestörten Telefon- und Internetanschluss erschienen, da klappte es bei ihm wieder, wie er mailte. Und Frank Zube aus Sevelen meldete sich auf Facebook, bei ihm sei nach dem Bericht auf wundersame Weise das Gleiche passiert.

Dabei hatte der "Bürgermonitor" einen anderen Fall aufgegriffen - ebenfalls aus Sevelen. Harry und Sabine Oude-Hendrikman hatten am 22. Juli plötzlich keine Festnetz- und Internetverbindung mehr. Wochenlang bemühte sich das Ehepaar bei der Deutschen Telekom um Abhilfe - und wurde von Pontius zu Pilatus geschickt. Mitte August hatten die beiden Sevelener die Nase voll und wandten sich an den RP-"Bürgermonitor". Der berichtete über die Odyssee der Kunden, und quasi über Nacht hatte die Telekom die Störung behoben.

Gelöst ist auch der Fall von Hartmut Kastor aus Eyll. Er hatte seit einer Umstellung im vergangenen Winter ständig W-Lan-Abbrüche. Technikerbesuche wurden ihm in Rechnung gestellt und blieben dann auch noch erfolglos, von der Beratung durch die Mitarbeiter war er insgesamt auch nicht begeistert.

Bei Hartmut Kastor bekam die Telekom das W-Lan nicht ans Laufen. FOTO: sey

Auf Anfrage der Rheinischen Post zu dem Fall drückte die Telekom ihr Bedauern über die Unzufriedenheit aus. Bei Kastor selbst meldete sich von da an ein fester Ansprechpartner und stellte eine kostenfreie Lösung in Aussicht. Und allem Anschein nach hat das auch geklappt. Einige Wochen nach der RP-Berichterstattung meldete Hartmut Kastor sich in der Redaktion und teilte mit: "Das Ding läuft jetzt." Nach der ersten Testphase fühlt er sich sicher genug, das zu sagen. "Der Fehler war, dass zwei Frequenzen eingeschaltet waren", berichtet er. "Die haben sich gegenseitig gestört." Das habe er übrigens sogar vermutet und auch früher schon angemerkt.

Die Mitarbeiter, die ihm halfen, seien nun freundlich, umsichtig und sehr sorgfältig gewesen: "Es waren diesmal zwei super-kompetente Leute da", so Kastor. Bezahlen sollte er nichts. Mehr noch, man wolle ihm wegen der Querelen die Kosten für drei Monate nicht berechnen, erklärt Kastor.

Harry und Sabine Oude-Hendrikman versuchten wochenlang, einen Anschluss zu bekommen. FOTO: Evers

Bei Ulrike Thielmann aus Geldern ging es rasend schnell. Sie war Anfang Mai mit Festnetztelefon und Internet von der Telekom zum Anbieter 1&1 gewechselt. Seitdem war die Leitung bis Anfang August fast durchgängig tot. Für ihren Job braucht sie aber das Homeoffice, für ihren pflegebedürftigen Mann musste die Erreichbarkeit gewährleistet sein. Ihr Alltag war kaum noch zu organisieren.

Als Ursache der Störung wurde ein Problem im Netz vermutet. Für dieses sei nun nicht 1&1 selbst, sondern die Telekom zuständig, erfuhr die Geldernerin bei ihrem Anbieter. Ihre zahllosen Beschwerden liefen ins Leere, sie verzweifelte in Warteschleifen, sieben Mal wurde sie vom angekündigten Telekom-Techniker versetzt.

Noch am Tag der RP-Anfrage bei 1&1 aber meldete sich das Unternehmen bei seiner Gelderner Kundin, berief sich dabei auf die Kontaktaufnahme durch die RP und versprach enge Betreuung bis zur Abhilfe. Und am nächsten Tag war der zum achten Mal angekündigte Telekom-Techniker tatsächlich da, fand einen Fehler im Hauptverteiler und behob ihn. 1&1 erklärte gegenüber der RP, man werde den Anschluss weiter beobachten, um sicher zu sein, dass alles funktioniert. Zu viel gezahltes Geld sollte Thielmann erstattet werden.

Es war nur wenige Stunden her, dass die RP vom Problem des Nieukerker Ehepaars Spettmann mit der Telekom berichtete, da meldete sich schon ein Mann vom magentafarbenen Unternehmen. "Es hat sich schon was getan", berichtete Inge Spettmann erfreut in den frühen Morgenstunden. "Uns rief direkt die Telekom an, normalerweise kommt man sonst erst in eine Warteschleife", sagt Horst Spettmann. Und Warteschleife bedeutet, "20 Minuten sind da gar nichts", sagt der Nieukerker. Seit dem 27. Juli wartete das Ehepaar darauf, dass sie endlich wieder ihren Festnetzanschluss benutzen könne. Telefon, Fax, Internet, nichts ging mehr. Zahlreiche Anrufe mit der Telekom hatte es seitdem gegeben. Sogar ein Techniker war am 1. August vor Ort gewesen, gebracht hatte alles das nichts. Bisher waren die Anrufe des Ehepaars und dessen Nachfragen auch alle vergeblich gewesen. Das änderte sich jedoch nach dem Zeitungsartikel. Noch am gleichen Tag wurde das Problem dann tatsächlich durch einen Techniker behoben. Morgens stand es in der Zeitung, in der Mittagszeit ging der Festnetzanschluss wieder.

Quelle: RP
 
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