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Gelderland
Ein Feuerwerk mit jungen Pianisten

Gelderland: Ein Feuerwerk mit jungen Pianisten
Nicolas Absalom ist ein Teilnehmer des Studentenmusikfestivals. Er spielt am 24. Juli in der Tonhalle Geldern. FOTO: privat
Gelderland. Beim 8. Internationalen Musiksommer findet das 5. Internationale Euregio Rhein-Waal Studentenmusikfestival statt. Konzerte auch in Geldern, Kevelaer und Straelen. Wachsende Publikumsresonanz. Von Michael Klatt

Kulturelle Veranstaltungen mitten im "Sommerloch"? Das funktioniert. Diese Erfahrung hat Professor Boguslaw Jan Strobel gemacht. Er ist künstlerischer Leiter des 5. Internationalen Euregio Rhein-Waal Studentenmusikfestivals, das eingebettet ist in den 8. Internationalen Musiksommer Campus Cleve, der mit der "Gesellschaft für Internationale Begegnungen Kleve einen neuen Veranstalter hat. "Als wir vor acht Jahren anfingen, hatten wir drei Konzerte", erinnert sich Strobel. In diesem Jahr sind zwischen dem 20. Juli und 1. August nicht weniger als 86 Klavierkonzerte in 20 deutschen und niederländischen Städten und Gemeinden zu erleben. "Die Publikumsresonanz ist sehr gut", freut sich Strobel.

Und positiv registriert der künstlerische Leiter, der mit Georg Neinhuis einen Experten für Technik und Logistik zur Seite hat, die vielfältige Unterstützung. Einmal durch die Städte, die in den Spielorten für die Logistik sorgen. Dann über viele Helfer aus dem Publikum, die sich zum Beispiel für Fahrdienste zur Verfügung stellen. Nicht zuletzt durch die Firma Kawai, auf deren Instrumenten gespielt wird.

Boguslaw Jan Strobel (r.) und Christian Franken freuen sich auf viele erstklassige Konzerte. FOTO: privat

Alleine auf der Wasserburg Rindern, die laut Kirchenmusiker Christian Franken aus Kevelaer zu einer Musikhochschule wird, stehen fünf Flügel und sieben Klaviere. Dort finden sich Studenten aus China, Belgien, England, Japan, Korea, Kroatien, den Niederlanden, Polen, Spanien und Deutschland ein, um an Meisterkursen teilzunehmen. Von dort schwärmen sie aus, um für das Studium geforderte Auftrittserfahrungen zu sammeln. Jeder spielt laut Strobel drei Konzerte von jeweils 55 Minuten Länge.

Davon profitieren auch die Musikliebhaber. "Das Niveau ist sehr hoch, denn die Studenten kommen ausschließlich auf persönliche Einladungen", sagt Strobel. Empfehlungen von Professoren sind ein Kriterium, damit Musiker im Alter von 13 bis 30 Jahren bei diesem Festival dabei sein können. Und noch ein Plus für die Zuhörer: Der Eintritt ist frei. Es wird allerdings um Spenden gebeten, die den Studenten zur Refinanzierung des Kurses dienen. In Kevelaer, so Franken, werde ein kleiner Teil zur Unterstützung der Clemenskirche verwendet.

15 Konzerte des Studentenmusikfestivals erklingen im Südkreis des Kreises Kleve. Spielorte sind in Geldern die Tonhalle der Kreismusikschule, Weseler Straße 7 (Einfahrt vom Boeckelter Weg), in Kevelaer in der Clemenskirche, Klostergarten 1, und in Straelen, das erstmals dabei ist, in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Bahnstraße 25.

Hier die Übersicht über die Konzerte in diesen drei Städten:

Geldern Dienstag, 21. Juli, 19 Uhr: Max Philip Klüser (Deutschland) spielt Werke von Beethoven und Chopin; Mittwoch, 22. Juli, 19 Uhr: Benjamin Mead (Großbritannien) spielt Werke von Bach, Beethoven, Brahms und Frost; Donnerstag, 23. Juli, 19 Uhr: Jun Zhao (China) spielt Werke von Haydn, Liszt, Janacek und Ravel; Freitag, 24. Juli, 19 Uhr: Nicolas Absalom (Großbritannien/Belgien) spielt Werke von Bach, Beethoven, Chopin und Rachmaninoff.

Kevelaer Dienstag, 21. Juli, 19 Uhr: Daniel Mujica Ayuso (Spanien) spielt Werke von Bach, Haydn und Schumann; Mittwoch, 22. Juli, 19 Uhr: Laura Mercedes Sanchez (Spanien) spielt Werke von Bach, Haydn, Beethoven und Chopin; Donnerstag, 23. Juli, 19 Uhr: Zeljka Mandaric (Kroatien) spielt Werke von Balakirev, Debussy und Haydn; Freitag, 24. Juli, 19 Uhr: Angel Laguna Herrera (Spanien) spielt Werke von Albeniz, Mozart und Chopin; Montag, 27. Juli, 19 Uhr: Tobias Borsboom (Niederlande) spielt Werke von Liebermann, Chopin, Vigh und Schubert; Dienstag, 28. Juli, 19 Uhr: Woo Hee Kang (Südkorea) spielt Werke von Bach, Beethoven und Liszt; Mittwoch, 29. Juli, 19 Uhr: Seo Jin Yoon (Südkorea) spielt Werke von Bach, Beethoven, Chopin, Liszt und Ligeti; Donnerstag, 30. Juli, 19 Uhr: Saskia Lena Keindorf (Deutschland) spielt Werke von Bach und Chopin, Pauline Gropp (Deutschland) spielt Werke von Beethoven, Chopin und Liszt; Freitag, 31. Juli, 19 Uhr: Clara Strobel (Belgien) spielt Werke von Bach, Beethoven, Chopin und Szymanowski.

Straelen Donnerstag, 30. Juli, 19 Uhr: Christian Fritz (Deutschland) spielt Werke von Beethoven und Schubert; Freitag, 31. Juli, 19 Uhr: Yukiko Hasegawa und Tobias Borsboom (Niederlande) spielen Werke von Mendelssohn, Mozart, Satie und Saint-Saëns.

Eine Übersicht über das komplette Konzertprogramm gibt es im Internet. Die entsprechende Seite heißt:

www.wasserburg-rindern.de

Quelle: RP
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