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Issum
Endspurt für Sevelens Ferienspaßkinder

Issum: Endspurt für Sevelens Ferienspaßkinder
Los geht's. Mit dem Fahrrad fuhren die Ferienspaß-Teilnehmer gestern vom katholischen Pfarrheim Sevelen nach Schaephuysen zu den Rheurdter Höhen. Der reiselustige Hase Felix ist immer dabei - auch wenn er hier fürs bessere Jubeln mal kurz auf die Erde gelegt wurde. FOTO: Gerhard Seybert
Issum. Mit dem Fahrrad und dem Hasen Felix brachen 50 Mädchen und Jungen und ihre Betreuer gestern zu den Rheurdter Höhen auf. Eine Woche lang dauert die Ferienspaßaktion. Die gibt es seit 1992 und ist für die Teilnehmer kostenlos. Von Bianca Mokwa

Die Fahrräder sind abfahrbereit, die Kinder sowieso. Bevor es losgeht laufen noch zwei Mädchen auf Martin Hofmann, den Leiter des Sevelener Ferienspaßes, zu. "Martin, hast du was Klebeband, damit wir Felix am Fahrradlenker festkleben können, bitte, bitte? Dann kann der nämlich mitfahren."

Keine Sorge, Felix ist nicht der kleine Bruder, sondern ein Stoffhase, der Pate für eine ganze Kinderbuchreihe steht. Um den reiselustigen Hasen dreht sich in diesem Jahr alles beim Sevelener Ferienspaß. Veranstalter ist die katholische Kirchengemeinde St. Anna Issum-Sevelen. Weil die, aber auch die Gemeinde Issum und der Kreis Kleve, ordentlich Geld dazu geben, ist die einwöchige Ferienspaßaktion für die Kinder kostenlos. Auch Volksbank an der Niers und Sparkasse sind Sponsoren, Getränke und Bierbänke gibt es vom Unternehmen Niehues in Pont.

Aber was wäre eine Ferienspaßaktion, ohne die Betreuer? Davon gibt es 16, alles junge Leute, viele von ihnen bereits Ferienspaß-erprobt. "Alle Jahre, von acht bis 13", sei sie dabei gewesen, sagt Anna Weirich und gibt gerne zu, dass sie noch ein Jahr drangehängt hat. Eigentlich geht der Ferienspaß nur bis zwölf Jahre. Das Beste war für sie immer die Fahrradtour und "der Hammertag". Das ist so eine Art Geheimtag.

Der kam auch bei den Kinder gut an, darin sind sich Jule, Mattea und Melissa einig. Es ging zum Kletterwald Niederrhein, verrät die elfjährige Jule. Sie ist schon zum zweiten Mal dabei. "Im vergangenen Jahr sind uns die Ferien so lang vorgekommen." Da war der Sevelener Ferienspaß die Lösung. Auch bei ihrer Schwester Mattea steht Klettern hoch im Kurs. Melissa fand den Ausflug nach Goch Ness super, und der elfjährige Peter freut sich aufs Zelten in Schaephuysen. "Zusammen sein und abends lange aufbleiben", nennt er das Faszinierende an drei Tagen "elternfrei" haben.

Die Eltern schleppen noch einige Koffer zum Vorplatz des katholischen Pfarrheims in der Marienstraße. "Wenn sie nass werden, freuen sie sich auf ein paar trockene Klamotten", lautet die Begründung für die großen Taschen. Denn einige Eltern blickten besorgt gen Himmel. Am Morgen gab es noch Gewitter. Die Betreuer hingegen nehmen es gelassen. "Irgendwie war das immer am Zeltwochenende", sind sich die Ferienbetreuer einig. Sie strahlen puren Optimismus aus. "Der Himmel ist blau, und in der Nacht, was sag' ich euch, da regnet es nur 0,7 Milliliter", sagt Anna Weirich. Gezeltet wird auf jeden Fall mit Felix, dem Stoffhasen. Zur Not geht es zurück zum Pfarrheim, samt Schlafsack. Für die Kinder gibt es am Sonntag nach einem Gottesdienst ein Wiedersehen mit den Eltern. Aber bis dahin werden sie noch einiges erleben und vor allem singen. Denn auch das hat bei dem seit 1992 bestehenden Ferienspaß Tradition. "Ein Bauer wollte Langholz fahren" oder "Dass wir aus Sevelen sind" beherrschen die Kinder aus dem Effeff. Und wer weiß, vielleicht werden sie die nächsten Betreuer sein.

Quelle: RP
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