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Geldern
Endspurt vor der Gelderner Stichwahl

Endspurt vor der Gelderner Stichwahl
FOTO: Thomas Binn
Geldern. Am Sonntag, 27. September, wird in Geldern wieder gewählt. Die Stichwahl entscheidet, wer in den kommenden fünf Jahren im Rathaus das Sagen hat. Auf der einen Seite steht der amtierende Verwaltungschef Ulrich Janssen, dessen Kandidatur durch die FDP unterstützt wird.

Sein Herausforderer ist der CDU-Bewerber Sven Kaiser. Die beiden sind sehr verschieden. Hier sind ihre Antworten auf die Fragen der Redaktion.

Die Wahlbeteiligung lag jetzt bei unter 47 Prozent. Mit welchen Argumenten sorgen Sie dafür, dass die Gelderner am 27. September an die Urne gehen?

Sven Kaiser: Eine Bürgermeisterwahl ist eine Richtungsentscheidung. Ich werbe für einen neuen Weg des Miteinanders. Die Bürgerinnen und Bürger wollen zukünftig stärker in Entscheidungen eingebunden werden. Dazu besteht am 27. September die Möglichkeit mit dem Gang an die Urne.

Ulrich Janssen: Die persönlichen Gespräche von meinem Team und mir in direkten Begegnungen ist die beste Methode, die Menschen davon zu überzeugen, dass die Stimmabgabe die wichtigste Einflussnahme in einer Demokratie ist. Und wer es nicht zu schätzen weiß, kann sich die Erlebnisse der Flüchtlinge schildern lassen, was sie in diesem Punkt erlebt haben.

Sie hatten beide ähnlich viele Stimmen. Wie wollen Sie jene Wähler, die für Jörg Grahl oder Hanneke Hellmann gestimmt haben, jetzt von sich überzeugen? Bei welcher Gruppe sehen Sie das größte Potenzial für sich?

Sven Kaiser: Die Wählerinnen und Wähler, die sich für Hanneke Hellmann und Jörg Grahl entschieden haben, haben für einen Wechsel im Bürgermeisteramt gestimmt. Ich werde im Gespräch mit allen Wählern und Parteien für ein neues Miteinander werben, um die meisten Wählerstimmen zu bekommen. So ist weiterhin ein Wechsel möglich.

Ulrich Janssen: Mit diesem Stimmenvorsprung bin ich 2009 ins Amt gewählt worden. Es gibt zwischen beiden Kandidaten deutliche Unterschiede in Bezug auf Amtsverständnis und das Wohl der Stadt. Leider konnte dies durch eine Podiumsdiskussion nicht erlebt werden.

Welche Fehler haben Sie bisher im Wahlkampf gemacht, und wie wollen Sie es jetzt besser machen?

Sven Kaiser: Ich hatte zu wenige Werbeartikel bestellt. Diese Woche habe ich noch einmal meinen Bestand aufgefüllt.

Ulrich Janssen: Keine. Ich war in der inhaltlichen und organisatorischen Gestaltung frei von jeder parteipolitischen Einfluss- und Rücksichtnahme. Das habe ich als sehr angenehm empfunden.

Wie sieht konkret Ihr Endspurt im Wahlkampf aus?

Sven Kaiser: Ich werde ein 100-Tage-Programm vorstellen, in dem ganz konkrete Punkte genannt werden, die ich zu Beginn meiner Amtszeit innerhalb dieser Zeit angehen werde. Daneben werde ich Wahlstände und Besuche vor Ort machen, um den persönlichen Kontakt weiter zu intensivieren.

Ulrich Janssen: Lassen Sie und die Leserschaft sich überraschen. Am 22. September um 20 Uhr in der Gelderlandhalle wird es eine Talkshow "Mensch Janssen" geben.

Wo sehen Sie die größte Schwäche Ihres Konkurrenten?

Sven Kaiser: Ich habe bisher einen fairen und sauberen Wahlkampf geführt. Das soll auch so bleiben, und daher konzentriere ich mich auf meine Stärken.

Ulrich Janssen: Der Kollege ist erst so kurz in der Partei und nicht in Erscheinung getreten, dass ich mir kein Urteil erlauben kann. Im Wahlkampf hätte ich mich niemals mit bestimmten politischen Strömungen ins Bett gelegt.

Was wird Ihre erste Amtshandlung sein, wenn Sie gewählt werden?

Sven Kaiser: Ich werde mich persönlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung vorstellen. Gemäß meiner Wahlaussage "Neues Denken, neues Handeln, neues Miteinander" werde ich mich mit den politischen Parteien zusammensetzen, um ihre Vorstellungen für die zukünftige Politik in Geldern kennenzulernen.

Ulrich Janssen: An der Gesundheitskonferenz des Kreises Kleve als Beauftragter aller Bürgermeister im Kreis Kleve teilnehmen.

Was tun Sie, wenn Sie nicht gewählt werden?

Sven Kaiser: Ich mache eine Woche Urlaub mit der Familie, und danach werde ich mich weiter politisch engagieren.

Ulrich Janssen: In Pension gehen.

Quelle: RP
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