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Geldern
Eselrock wird 10: Party mit strengen Kontrollen

Geldern. Am kommenden Wochenende wird's im Heubergpark wieder laut. Namhafte Bands wie "Jupiter Jones", "Mia" und "Kasalla" spielen auf - umsonst und draußen. Erstmals öffnet die große Bühne auch Freitag. Von L. Krause und S. Zehrfeld

Es wird ein Geburtstags-Festival am kommenden Wochenende, 16. und 17. Juni, im Heubergpark in Wesel. Die Veranstalter wollen ein paar Geschenke verteilen, das merkt man schon am Line-up. Geboten wird eine Mischung aus Rock, Pop, Heavy Metal und Ska. 19 Bands spielen an beiden Tagen auf den zwei Bühnen, lokale Gruppen und namhafte Künstler; mehr als 14 Stunden Musik sind das insgesamt. Die Massen werden tanzen und feiern. Bis zu 15.000 Besucher sollen im vergangenen Jahr dabei gewesen sein.

Eine Hausnummer, bei der die Organisatoren vom Eselrock-Verein unter dem Eindruck von Terroranschlägen wie in Manchester und Terror-Warnungen wie bei "Rock am Ring" vorsichtig werden. Deshalb sollten alle Besucher sich in diesem Jahr auf verschärfte Sicherheitskontrollen einstellen.

"In diesem Jahr sind keine Rucksäcke auf dem Festivalgelände erlaubt", warnen die Veranstalter auf ihrer Website vor. Und darüber hinaus werden die Vorgaben recht konkret: "Taschen, Bauchtaschen und Beutel können bis zu der Größe eines DIN-A-4-Blattes mitgenommen werden." Darin sollte nichts stecken, was irgendwie gefährlich werden könnte: "Bitte nehmt nur Dinge mit, die ihr auch wirklich vor Ort benötigt, und beachtet unsere Platzordnung", appellieren die Verantwortlichen. "Stellt Euch auf längere Einlasskontrollen ein, und behaltet dort die Ruhe und seid kooperativ."

Das heißt: Wer eine bestimmte Band sehen will, sollte die Extra-Zeit einplanen und mit genügend "Puffer" vor Ort sein. Die Eselrock-Macher wünschen sich außerdem, dass die Leute bei ihrem Festival aufeinander aufpassen. "Seid aufmerksam", fordern sie die Besucher auf. "Wenn Euch etwas auffallen sollte, informiert die Sicherheitskräfte oder unsere Crewmitglieder."

Headliner am Freitag (Einlass: 17 Uhr) ist die Band "Mia" ("Tanz der Moleküle", "Hungriges Herz"), die schon auf Festivals wie "Rock am Ring" und "Rock im Park" gespielt hat. Ebenfalls am Freitag treten "The Great Crusades" aus Chicago auf, deren Gitarrist Brian Leach schon mit einem Grammy ausgezeichnet wurde. Abgerundet wird der Freitag mit den Lokalmatadoren von "Tepco Doesn't Answer" und den Siegern des Bandwettbewerbs Goldesel, "Dote". Damit Künstler wie Besucher genug Platz bekommen, findet das Programm auch erstmals auf der großen Bühne statt.

Am Samstag werden beide Bühnen im Wechsel bespielt, Einlass ist ab 12 Uhr. Headliner sind dann auf der Hauptbühne "Jupiter Jones" ("Still"). Schon am Nachmittag kommen die Kölsch-Rocker von "Kasalla" in den Heubergpark. "Dass sie bei uns auftreten, liegt auch nur daran, dass einige der Bandmitglieder mehrfach bei uns gespielt haben", sagt Simon Bleckmann. "Wir haben ein sehr angenehmes Publikum und eine extrem schöne Location. Das hören wir von den Künstlern immer wieder - und das hebt uns von manch anderem Festival ab." Co-Headliner sind die "Blackout Problems". Auf der Seebühne sind am Samstag die "Killerpilze" die Headliner.

Eselrock-Organisator Simon Bleckmann blickt zurück in die Geschichte. Beim ersten Mal hätten sie noch gedacht: "Wenn keiner kommt, stellen wir uns hier mit einem Bier hin und hören uns die Musik alleine an", erinnert er sich. "Vielleicht waren wir damals ein bisschen naiv."

Die Adresse des Festivals: Heubergpark, Alte Roßmühlenstraße, 46483 Wesel, www.eselrock.de.

Quelle: RP
 
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