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Polizei prüft Vorfälle
Fälle von Pferdequälerei am Niederrhein - Ist es eine Serie?

Polizei prüft Vorfälle: Fälle von Pferdequälerei am Niederrhein - Ist es eine Serie?
Auf dieser Pferdekoppel in Oermten ereignete sich der Vorfall. FOTO: Latzel
Issum. Nach den Fällen von Pferdequälerei in Issum, Kalkar und Neukirchen-Vluyn prüft die Polizei, ob es einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen gibt. Von Sebastian Latzel

Nach den schweren Verletzungen an einer Stute in Issum-Oermten machte die Polizei Donnerstag noch einmal deutlich, dass sie davon ausgehe, dass ein Tierquäler für die Wunden verantwortlich ist. "Wir sind sicher, dass die Schnittverletzungen dem Pferd zugefügt worden sind", sagt Polizeisprecher Michael Ermers.

In der Tierklinik hatte eine Ärztin der Besitzerin gesagt, dass es auch denkbar sein könnte, dass das Tier sich selbst verletzt habe. Das hatte die Besitzerin bereits für sehr unwahrscheinlich gehalten. Auch weil das Hinterteil des Pferdes mit einer Decke geschützt war. Diese Decke war unbeschädigt. Hätte sich das Tier an einem Nagel oder Dorn selbst verletzt, hätte man das auch an der Decke sehen müssen. Auch für die Polizei deuten die tiefen Schnittwunden im Genitalbereich darauf hin, dass sie mit einem spitzen Gegenstand zugefügt wurden.

Hinweise auf den Täter gebe es bislang nicht. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, so Ermers. Die Polizei prüft jetzt vor allem, ob es einen Zusammenhang mit zwei weiteren Tierquälereien in der Umgebung gibt. Es könnte sich um eine Serie handeln Beide Vorfälle ereigneten sich in der vergangenen Woche. In Kalkar wurde ein 21-jähriger Hengst vermutlich mit einem Messer schwer verletzt. Der Täter drang unbemerkt in den Stall ein und fügte dem Tier zwei tiefe Schnittwunden am Gesäß zu.

In Neukirchen-Vluyn hatte ein Unbekannter in der Ortschaft Niep ein Pony in seiner Box verletzt. Laut der Aussage eines Tierarztes wurde dem 19 Jahre alten weiblichen Tier ein Gegenstand in den Geschlechtsbereich eingeführt. "Die Verletzungen sind ähnlich, die Vorfälle passen durchaus zusammen", sagt der Polizeisprecher. Die Verletzungen hätten im Genitalbereich gelegen. Dass die Wunden beim Pferd in Kalkar am Gesäß lagen, könnte damit zusammen hängen, dass das Pferd sich zur Seite gedreht habe. Die Polizei hofft jetzt auf Zeugen, um die mögliche Serie stoppen zu können.

 
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