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Geldern
Fleuth-Realschüler kriegen endlich neue Fenster

Geldern: Fleuth-Realschüler kriegen endlich neue Fenster
Moderner Bau an der Tangente schräg gegenüber dem See Park: Die Politik gab jetzt grünes Licht für den Einbau von neuen, großen Fenstern an der Realschule. FOTO: Seybert
Geldern. Die Farce um überhitzte und stickige Klassenräume geht zu Ende: In das Gebäude werden zusätzliche Fenster eingebaut. Kosten: über 300.000 Euro. Bürgermeister Kaiser regelt die Angelegenheit mit der Politik.  Von Lutz Küppers

Die Erleichterung war Sven Kaiser regelrecht anzumerken. "In den Sommerferien werden in die Realschule an der Fleuth große Fenster eingebaut. Die Politik hat für diese Maßnahme grünes Licht signalisiert. Ein entsprechender Dringlichkeitsbeschluss wird auf den Weg gebracht", erklärte der Bürgermeister jetzt gegenüber der RP und atmete tief durch. Denn nach Monaten fruchtloser Gespräche zwischen Stadt und Schulpflegschaft hat Kaiser die Angelegenheit offenbar zur Chefsache gemacht. Und mit Hilfe der Politik gelöst.

Damit geht nach über zwei Jahren eine Farce zu Ende (die RP berichtete). Das moderne Gebäude verfügt zwar über große, ansehnliche Glasfronten. Doch wegen zu kleiner Fenster darin gibt es kaum Frischluft für Schüler und Lehrer. Klassenarbeiten bei geöffneter Tür, die zu Pausenzeiten dann wieder geschlossen werden mussten, Kinder mit Kopfschmerzen, stickige und verbrauchte Luft, teilweise tropisch anmutende Temperaturen - für die Realschule an der Fleuth war das der Normalfall.

Doch nach den Sommerferien ist damit endlich Schluss. "Es haben Gespräche mit Lehrern, Eltern und Schülern stattgefunden, die sich für eine Lösung mit Fenstern ausgesprochen haben", so der Bürgermeister weiter. Alternativ sei auch noch der Einbau einer Lüftungsanlage diskutiert worden. Doch letztendlich wurde dann eine klassische Lösung gewählt - "wobei die Fenster in den Pausen nun auch mal richtig geöffnet werden müssen, damit es nutzt", so Gelderns Bürgermeister weiter.

Eine Aufforderung, die Wilfried Schönherr gerne unterstützt. Der Schulleiter ist froh, dass die Kuh nun endlich vom Eis gebracht wird. Dabei sieht er in der gut 300.000 Euro teuren Maßnahme, von denen die Politik vorsorglich bereits 240.000 Euro in den Haushalt gestellt hatte, noch einen weiteren Vorteil: Dank der zu öffnenden Fenster steht Schülern und Lehrern nun ein zweiter Rettungsweg zur Verfügung.

Bisher war die Flucht nur durch den Flur möglich. Der aber war bei der letzten Brandübung künstlich eingenebelt worden. Das Ergebnis kann sich selbst ein Laie vorstellen.

"Wir sind zufrieden, dass wir nach 26 Monaten jetzt endlich eine verbindliche Zusage erhalten haben", erklärt Thomas Brüx. Der Schulpflegschaftsvorsitzende ist froh und dankbar, dass Bürgermeister Kaiser sich da "persönlich reingehängt" hat. Es handele sich um eine gute Lösung, die "allerdings auch ein Jahr früher" hätte realisiert werden können, so der Vorsitzende. Weiter ins Detail geht er nicht. Doch dass Brüx und andere Eltern eine gewisse Tatenlosigkeit des Schulamtes "gestunken" hat, ist spätestens seit dem vorigen RP-Artikel bekannt.

Quelle: RP
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