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Geldern
Förderbescheide für den Breitbandausbau im Kreis

Geldern. Mit der Übergabe der drei Förderbescheide des Landes NRW zur Kofinanzierung des Breitbandausbaus im Kreis Kleve ging es bei diesem Großprojekt einen weiteren wichtigen Schritt voran. Landrat Wolfgang Spreen nahm im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) in Düsseldorf aus den Händen von Minister Prof. Andreas Pinkwart die Bescheide in Höhe von 23,8 Mio. Euro entgegen. Bereits im Sommer hatten die Förderbescheide des Bundes in Höhe von 29,7 Mio.

einen ersten Meilenstein markiert. Insgesamt fließen 53,5 Mio. Euro an Bundes- und Landesfördermitteln in den Ausbau in 15 Kommunen im Kreis Kleve. "Damit können wir dieses Großprojekt im Interesse der Bürger sowie der Wirtschaft vorantreiben", freut sich Landrat Spreen. Durch die Mittel aus der Kofinanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen stehen 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bereit. Die übrigen zehn Prozent verbleiben als Eigenanteil und werden von den 15 Kommunen getragen.

Insgesamt lösen die Breitbandprojekte ein Investitionsvolumen von rund 70 Mio. Euro aus. Von diesen Investitionen profitieren mehr als 7000 ländliche Grundstücke mit 12.000 Endverbraucher-Anschlüssen, welche bisher als so genannte "weiße Flecken" galten. In dem Betrag von 70 Mio. Euro ist die Breitbandanbindung von Schulen noch nicht berücksichtigt. Im Zuge einer Anpassung der Fördervoraussetzungen für die Anbindung von Schulen hatte das Bundesministerium die Aufgreifschwelle für Schulen und Bildungseinrichtungen auf 30 Mbit/s je Klassenzimmer hochgestuft.

Hierdurch konnten in den Kooperationskommunen 97 Schul- und Bildungseinrichtungen beim Fördergeber nachgemeldet wurden. Diese sollen bei gegebener Wirtschaftlichkeit und positiver Entscheidung von Bund und Land mit schnellem Internet versorgt werden. "Leistungsfähige Breitbandanschlüsse gehören heute in allen Bereichen zu den ganz wichtigen Standortfaktoren. Somit ist die gute Fortentwicklung in den Kommunen des Kreises eng verknüpft mit den Fortschritten, die wir bei der Verbesserung der Breitbandversorgung machen", betont Spreen.

In den bereits laufenden europaweiten Vergabeverfahren wird nun ermittelt, welche Anbieter die neuen Breitbandinfrastrukturen errichten und betreiben werden. Eine Vergabeentscheidung ist zum aktuellen Verfahrensstand etwa in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres zu erwarten.

Quelle: RP
 
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