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Geldern
Franz Hünnekens ist tot: Trauer um den "Fürst" von Weeze

Geldern. Am vergangenen Montag ist Franz Hünnekens aus Weeze im Kreise seiner Familie nach schwerer Krankheit im Alter von nahezu 80 Jahren gestorben. Seine Ehefrau Wilma, seine drei Töchter, drei Enkel und die ganze Familie und Freunde haben ihn in seiner Krankheit begleitet.

1937 in Weeze geboren, hat Franz Hünnekens sein ganzes Leben lang in seinem Heimatort gelebt und gewirkt. Ab 1952 absolvierte er eine Lehre als Autoschlosser und arbeitete anschließend in verschiedenen KFZ-Betrieben. Im Jahr 1962 übernahm er mit seiner Ehefrau Wilma das Viehtransport- und Heizölgeschäft seiner Eltern Ernst und Sophie Hünnekens. Dieses Unternehmen in der Wasserstra8e haben die beiden über zehn Jahre lang geführt. In dieser Zeit hat Franz Hünnekens sich sehr in der Gemeinde Weeze engagiert. Er war politisch aktiv und saß im Sportausschuss des Gemeinderates. 1976 gab er mit viel Freude den St. Martin und war Mitglied in den verschiedensten Vereinen, zum Beispiel DLRG, MGV, TV, SV und weiteren. 1971 gelang ihm als Vorsitzender des SV Weeze der Zusammenschluss des SV und TV Weeze zum TSV Weeze. Besonders stolz war er darauf, dass er die Fußballmannschaft Borussia Mönchengladbach mit Günter Netzer für ein Freundschaftsspiel gegen den TSV nach Weeze holen konnte.

Sein Weggefährte Dr. Brundieck war es, der ihm den Namen "Fürst" gab. Dieser Titel wurde so verinnerlicht, dass er in einem so verhältnismäßig kleinen Dorf wie Weeze bekannter war als der eigentliche Hausname, und sogar eine Postkarte aus England, adressiert an den "Fürst", Weeze, wurde zugestellt.

1972 gab es eine entscheidende Veränderung. Die Eheleute übernahmen die traditionsreiche Gaststätte ihrer Eltern und gaben ihr den Namen "Alt Weeze". Der Betrieb entwickelte sich zu einem beliebten Restaurant mit Hotel und Veranstaltungssaal. Die Angehörigen der Royal Airforce fanden dort ihr Stammlokal, für die Jugend der 70er bis 90er gab es jeden Sonntag die beliebte Disco. Viele Veranstaltungen endeten damit, dass der Wirt am Mikrofon das Lied "Buona Sera, Signorina Buona Sera" sang. Und zu später Stunde wurde das oft von den Gästen eingefordert. Viele Vereine waren im "Alt Weeze" zu Hause, und in der Tanzschule Axmann haben Generationen von Weezern die richtigen Schritte gelernt. Diese Ära endete mit dem Verkauf des Betriebes im Dezember 1993.

Danach hatte Franz endlich Zeit für seine Familie und seine Hobbys.

Viele werden seine Witze und sein Lachen vermissen. Der Fürst ist tot.

Quelle: RP
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