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Geldern
Freibad soll in Walbecker Hand bleiben

Geldern. Es ist die Sorge um das Walbecker Freibad und den dazugehörigen Wald, die René de Jong zum Telefonhörer greifen lässt. "Es ist fünf vor zwölf", erklärt der Vorsitzende des Bädervereins gegenüber der RP.

Das ehrenamtliche Team hat die Anlage bekanntlich modernisiert, aus den roten Zahlen geführt und betreibt sie auch aktuell. Und ebenso bekannt ist, dass der amtierende Vorstand händeringend Nachfolger sucht, die nächstes Jahr Verantwortung übernehmen. Aber schon ab September eingearbeitet werden müssen.

Und da hat es laut de Jong bereits erste Gespräche mit interessierten Bürgern gegeben. Doch die Führungs-Crew erhofft sich weitere Bewerber, die möglichst aus dem Ort kommen sollten, so de Jong. "Das Bad sollte in Walbecker Hand bleiben", meint der Vorsitzende. Weil nur so der gepflegte Zustand erhalten bleiben könne.

Damit kontert er den Vorschlag von Ulrich Janssen. Der Bürgermeister hatte in der RP erklärt, dass die Stadt mit Manpower helfen könnte, wenn sich nicht so schnell ein neuer Vorstand findet. "Das ist ja gut gemeint. Doch dann haben wir irgendwann dieselbe Situation wie vor unserer Übernahme vor zehn Jahren, als das Bad defizitär und leicht heruntergekommen war", findet der Vereins-Chef klare Worte.

Bleibt also die Hoffnung, dass sich auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins in Haus Röttgen auf dem Gelände des Bades am 10. Mai, 20 Uhr, geeignete Nachfolger melden. Auch Nicht-Mitglieder sind willkommen. Sonst könnte nämlich das bereits beschriebene Horrorszenario drohen, das im Verkauf des Schwimmbades an einen Investor enden könnte, der die beliebten Waldflächen dann für den Bau eines möglichen Ferienparks nur zu gerne roden würde.

(RP/rl)
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