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Geldern
Freude über die neue Rettungswache

Geldern: Freude über die neue Rettungswache
Es war viel los bei der Einweihung. Die Besucher durften sich im Gebäude umsehen und draußen die Fahrzeuge bestaunen. Die Rettungsassistenten erklärten alles, und für die Kinder gab es ein buntes Programm. FOTO: Seybert
Geldern. Sicher war die Einweihung der Gelderner Rettungswache eine ernste Sache; oft geht es da schließlich um Leben und Tod. Trotzdem: Gerade für Familien war es eine schöne Feier und tolle Gelegenheit für einen Blick hinter die Kulissen. Von Monika Kriegel

Bis der kleine Max das Lenkrad des rot-weißen Rettungswagens komplett umfassen kann, dürften noch einige Jahre vergehen. Der Dreikäsehoch strahlte trotzdem seinen Vater an. Nach dem Tag der offenen Tür auf der Rettungswache in Geldern durfte er zumindest von Beruf des Rettungsassistenten - viel später einmal - träumen. Diese einmalige Chance für einen Blick hinter die Kulissen des Neubaus an der Clemensstraße in Geldern wollten sich wie dieser Vater mit seinem Sohn viele Familien nicht entgehen lassen.

Zum Auftakt wurde der Gebäudekomplex nach 14-monatiger Bauzeit offiziell eingeweiht. Für den Hausherrn Wolfgang Spreen bereits die dritte Veranstaltung dieser Art innerhalb kurzer Frist nach den Fertigstellungen der neuen Rettungswachen in Rees und Goch.

Das zentrale Gebäude der Rettungsassistenten - sieben Männer und Frauen je Schicht - mit 900 Quadratmetern Nutzfläche wurde an der Clemensstraße in 14 Monaten für 2,3 Millionen Euro errichtet. Sechs Fahrzeuge sind darin stationiert, jederzeit einsatzbereit. "Von dieser zentralen Lage können nach wie vor alle Ortsteile der Stadt Geldern und der umliegenden Kommunen erreicht und rettungsdienstlich versorgt werden", betonte der Landrat die zweckmäßige Nachbarschaft der Rettungswache zum Krankenhaus.

Die notwendige Fläche von 3500 Quadratmetern wurde vom St.-Clemens-Hospital und der Stadt Geldern an den Kreis Kleve verkauft. Spreen richtete seinen Dank "an alle Mitarbeiter der Wache, allen voran Gerd Willems und Guido Heekerens, die ,ihre' neue Wache mit eingerichtet und den Umzug koordiniert haben". Er sei stolz, dass alles bis ins Detail und vorausschauend geplant worden sei. Immerhin rückten die Spezialfahrzeuge in Geldern im vergangenen Jahr 5065 Mal aus. Das heißt: 5065 Schicksale, für die in einigen Fällen die Notfallseelsorger Sabine Jordan-Schöler oder Berthold Steeger hinzugerufen wurden, um geistlichen Beistand zu spenden.

Deshalb übernahmen die beiden gerne die Einsegnung des Gebäudes. "In der Notlage kommt uns in den Sinn: Jetzt hilft nur noch beten", sagte die Seelsorgerin. Die Rettungsassistenten und Notärzte seien da, wenn Hilfe kompetent und schnell benötigt werde. "Wenn es aber den Menschen vollends aus der Bahn wirft, bitten wir um Gottes Hilfe. Aber: die irdische, untere Abteilung erreichen Sie, wenn Sie die 112 anrufen."

Im Grußwort lobte Bürgermeister Ulrich Janssen besonders das Engagement der Verantwortlichen und der Menschen, die sich mit Freude einbringen.

Landrat Spreen lud schließlich dazu ein, den "Rettungsdienst zum Anfassen für die ganze Familie" kennenzulernen.

Es war wirklich ein besonderer Tag, auch für die Angehörigen der Rettungsassistenten, denn deren Ehepartner bestückten das üppige Kuchenbuffet und sorgten für Attraktionen für die Kinder. Wer von den insgesamt 30 Lebensrettern und Helfern nicht gerade eine Gruppe durch den neuen Arbeitsbereich führte oder die Funktion der Fahrzeuge erklärte, kam anderweitig zum nicht alltäglichen Einsatz: am Grill.

Quelle: RP
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