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Geldern
Fritten-Verbot am Bahnhof: Janssen nimmt Stellung

Geldern. Eric Mulders, Betreiber des inzwischen vom Standort verbannten Pommes-Wagens auf dem Bahnhofsvorplatz, fühlt sich von der Stadtverwaltung als "Lügner hingestellt". Mulders hat vehement für ein Bleiberecht gekämpft und versichert, dass ihm die Stadtspitze im Jahr 2015 noch einen neuen Standort in Bahnhofsnähe versprochen habe. Zuletzt verwies er dabei auf den ehemaligen Bürgermeister Ulrich Janssen.

Ulrich Janssen bestätigt auf Anfrage allerdings zunächst mal die Darstellung der Stadtverwaltung: "Eine Zusage hat es nie gegeben", sagt er. Richtig sei aber, dass er Mulders Hilfe und Unterstützung in Aussicht gestellt habe, sofern sein kleines Unternehmen sich als tragfähig erweisen würde. "Ich habe ihm gesagt: Wenn das erfolgreich sein sollte nach einem Jahr, dann setzen wir uns zusammen. Und dann werden wir eine Lösung finden, wie es weitergehen kann", so Janssen. "Ich habe gesagt: Wir werden einen Weg finden. Einen Weg gibt es immer, wenn man will."

Man müsse Menschen unterstützen, die sich für ihr Auskommen bemühten, meint Janssen. Wie und wo genau Mulders' Frittenstand am Ende hätte bleiben können, das hätte man dann noch sehen müssen. Dass es nicht mehr auf dem Bahnhofsvorplatz sein würde, sei klar gewesen. Aber er persönlich hätte sich durchaus einen Imbisswagen im Bereich der Fahrradständer oder irgendwo im weiteren Umfeld des Bahnhofs vorstellen können.

Janssen kritisiert auch den mit Mulders' Fall verknüpften Beschluss des Stadtrates. Dieser entschied im Juni, keine Imbiss-Stände auf Dauer auf städtischem Grund zu gestatten. Das könne in Zukunft noch für andere Unternehmer Folgen haben, "die überhaupt nicht bedacht wurden", warnt Janssen.

(szf)
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