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Wachtendonk
Gänsehautmomente beim Wankumer Konzert

Wachtendonk: Gänsehautmomente beim Wankumer Konzert
Ein breites Programm boten die Sänger und Musiker bei ihrem Konzert in der Wankumer Pfarrkirche. FOTO: Gerhard Seybert
Wachtendonk. Drei Chöre und der Spielmannszug der Feuerwehr waren in der St.-Martin-Kirche zu hören. Von Anke Kirking

In der Wankumer Pfarrkirche kamen viele Musiker und Sänger zu einem Konzert zusammen. Dazu gehörten der Kirchenchor St. Martin Wankum unter der Leitung von Ulrich Beckers und die Chorgemeinschaft MGV "Cäcilia" Wankum zusammen mit dem MGV Quartettverein "Glocke" Wachtendonk. Ausnahmsweise unter der Leitung von Udo Schröder. Der vertrat den verhinderten Chorleiter Christian Wilke. Doch Schröder war lange selbst der Chorleiter und hatte ein echtes "Heimspiel". Für die instrumentale Untermalung sorgte der Spielmannszug Wankum der Freiwilligen Feuerwehr Wachtendonk.

Bei herrlichem Wetter hatten sich doch recht viele Gäste in der Kirche eingefunden. Das große Interesse an handgemachter Musik ist in Wankum ungebrochen. Denn bei der Auswahl der Musikstücke kann man entschleunigen und die schönen Stimmen genießen. Von klassischer Musik wie etwa "Bist Du fern von mir" von Wolfgang Amadeus Mozart bis zu Hits des englischsprachigen Raums, "For the longest time" von Billy Joel, zeigte der gemischte Kirchenchor St. Martin Wankum seine ganze Bandbreite.

Bei der Chorgemeinschaft MGV "Cäcilia" Wankum und MGV Quartettverein "Glocke" Wachtendonk wurde für das Wetter schon passender. Mit einer Italienreise wurde ein Potpourri gespielt, welches so schöne Klassiker beinhaltet wie "Bella, bella Donna", "Südliche Nächte" oder "Wenn in Florenz die Rosen blüh'n".

Was gehört zum Urlaub für viele dazu? Ausgelassene Stimmung und ein paar nette Stunden bei Wein oder Bier. Und genau an dieser Stelle machten die Akteure musikalisch auch weiter. "Das erste Bier muss zischen", wurde genauso begeistert beklatscht wie das Lied "Aus der Traube in die Tonne". Für Schröder war es wohl eine Herzensangelegenheit, noch ein Lied reinzunehmen, das nicht im Programheft stand. Seine Beschreibung des Sängers war schon nach den ersten beiden Sätzen beim Publikum zum Treffer geworden: "Udo Lindenberg", schallte es durch den Kirchenraum. So schmetterten die beiden Männerchöre ein phantastisches "Hinterm Horizont geht's weiter" - ein Gänsehautmoment.

Auch der Spielmannszug Wankum lieferte einen Anlass für eine ausgeprägte Gänsehaut. Natürlich mit einem richtigen Klassiker: "Music" von John Miles, aber auch mit Filmmusik, die jeder kennt. "Unter dem Meer" von der Meerjungfrau Arielle klang bombastisch. Mit "Aladin" erschien dem Publikum schon fast der Film vor dem geistigen Auge, als der Spielmannszug nur die ersten Töne spielte. Mit vielen Querflöten und Perkussionsinstrumenten wurde das eher unbekannte Stück "Arches National Park Fantasy" zu einer echten Hörreise in die USA. Ein Tag im Arches National Park wurde musikalisch sehr schön umgesetzt. Mit einem Spannungsbogen und einer Szene, in der die Indianer auch zu "Wort" kamen.

Es war ein rundum gelungener Abend, der es einem leicht machte, nicht an die verpassten Sonnenstrahlen zu denken.

Quelle: RP
 
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