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Geldern
Ganz Pont feiert das Gemüse

Geldern: Ganz Pont feiert das Gemüse
Das schöne Wetter begünstigte den Publikumsandrang beim Kartoffelmarkt in Pont. Zum Angebot zählten auch Möhren. FOTO: Gerhard Seybert
Geldern. Selbstgemachte Pulled-Pork-Burger, Trödelstände mit großer Auswahl und zahllose Sonderaktionen und Angebote: Auch im 21. Jahr hat der Herbst- und Kartoffelmarkt seinen ganz unverwechselbaren Charme. Von Christoph Kellerbach

"Hier beim Herbst- und Kartoffelmarkt ist immer eine schöne Stimmung. So richtig familiär", fand Besucherin Mara Janssen am Sonntag. "Doch man sollte wirklich schauen, dass man morgens schon um 10 Uhr da ist, denn nach zwei Stunden ..." Sie zeigte um sich herum auf die Menschenmassen, die sich teilweise im Schneckentempo durch das Dorf schoben. "Tja, dann ist kaum noch ein Durchkommen, von der Parkplatzsuche fang' ich jetzt gar nicht an. Aber so oder so, ist es das alles auf jeden Fall wert."

Zum 21. Mal lud Pont ein und Tausende von Besuchern kamen. Mit etwa 40 Ständen und einer Nebenstraße voller Trödelstände war auch die Auswahl wieder so vielseitig wie gelungen. Dabei stellten sich zahlreiche Vereine sowie Organisationen vor und boten ihre Ware an, wie zum Beispiel die mit Holz arbeitende therapeutische Maßnahme der Justizvollzugsanstalt Pont: "Wir produzieren das gesamte Jahr über", erklärte deren Leiter Joachim Zwiener. "Manche von denen, die bei uns mitmachen, haben noch nie gearbeitet. So müssen wir sie langsam daran gewöhnen, fangen mit einfachen Sachen an und steigern das dann." So gab es neben Holzblumen selbstgefertigte Spielzeuge, Nistkästen und mehr. Zwiener fügte hinzu: "Das Geld, das wir einnehmen, bleibt in der Anstalt, davon kaufen wir dann neue Materialien."

Bei den verschiedenen Obst- und Gemüseständen gab es Sonderaktionen. So konnte man sich etwa bei der großen Auslage des Omselshofes einen "Niederrheinischen Apfelkorb" mitnehmen. Darin waren Mus, Kraut, Marmelade, Leberwurst und natürlich Saft, alles mit feinsten Äpfeln verarbeitet. Wer etwas zum Schneiden brauchte, der wurde direkt gegenüber beim Kirchenchor St. Antonius Pont fündig. Denn dieser bot nicht nur Küchentücher an, sondern auch extra-scharfe Messer, deren Schneidefähigkeit eine Verkäuferin dadurch bestätigte, dass sie ihre mit Pflastern versehenen Finger hochhielt. Man merkte, hier wurde auf alle Eventualitäten getestet.

Wer mal eine Pause von all dem Stöbern brauchte, der war genau richtig im Bürgerhaus. Dort gab es selbstgemachten Kuchen von den Landfrauen. Im Vorraum gab es aus den Ponter Archiven einen Einblick in die 20-jährige Entwicklung des Herbst- und Kartoffelmarktes. "Seit gestern um 6.30 Uhr sind wir bereits dabei, das Pulled Pork vorzubereiten, das wir heute hier verkaufen", verriet Sebastian Kleinen, der geschäftsführende Gesellschafter des Ponter Dorfzentrums. "Auch der Senf, den wir hier verkaufen, ist natürlich komplett selbst gemacht." Wer jetzt nicht rauchige Burger im Sinn hatte, der war gut aufgehoben bei der Ponter Gulaschkanone, deren so natürlich gemachte wie deftig-exzellente Extraladung für die Geschmacksnerven in der Gegend ohnehin schon legendär ist. Bis zum Nachmittag war absoluter Hochbetrieb auf dem Herbst- und Kartoffelmarkt.

Quelle: RP
 
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