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Issum
Gebühren steigen in Issum kräftig an

Issum. Teilweise moderat, teilweise jedoch auch ganz kräftig steigen die Gebühren in Issum im kommenden Jahr an. Das empfahl der Haupt- und Finanzausschuss jetzt dem Rat, der heute voraussichtlich nach Vorlage beschließen wird.

Beim Abfall zahlt ein Drei-Personen-Haushalt für die 60-Liter-Restabfalltonne künftig 155,88 Euro pro Jahr. 2015 waren es noch 150,96 Euro. Das bedeutet eine Steigerung von 3,26 Prozentpunkten. Auch die Erhöhung beim 120-Liter-Restgefäß hält sich in Maßen. Hier steigt der zu zahlende Jahresbeitrag von 207,96 auf 213,48 Euro (plus 2,65 Prozentpunkte). Deutlich teurer wird es dagegen, wenn auch eine Biotonne genutzt wird. Das zusätzliche 120-Liter-Gefäß schlägt mit einer Steigerung von 5,54 Prozentpunkten zu Buche (= 251,40 statt 238,20 pro Jahr). Bei der 240-Liter-Tonne beträgt die Erhöhung sogar 6,25 Prozentpunkte. Hier zahlt der Drei-Personen-Haushalt künftig 357 statt 336 Euro pro Jahr.

Hintergrund ist laut Markus Schink von der Gemeindeverwaltung die Tatsache, dass die Issumer mehr in der Biotonne entsorgt hätten als kalkuliert. Und diese Zusatzleistung des Entsorgers werde nun durch die neuen Gebühren ausgeglichen.

Teurer wird es auch beim Abwasser. "Die Issumer verbrauchen relativ wenig Wasser, was im Gegenzug die Kosten in die Höhe treibt, weil der Anbieter so weniger verdient", erklärt Schink. Gut sieben Prozent mehr beim Schmutzwasser sowie viereinhalb Prozent plus für Regenwasser sind künftig von den Issumern zu zahlen. Immerhin: Laut Gemeinde zählt der Ort schon seit Jahren in diesem Bereich zu den günstigsten im Kreis.

Richtig happig wird es dagegen beispielsweise für Bürger, die nicht an das Netz angeschlossen sind und über Kleinkläranlagen und abflusslose Gruben entsorgen - wie viele Landwirte. "Da wir neu ausschreiben mussten, hat sich leider kein günstigerer Abnehmer gefunden", so Schink zu der Tatsache, dass die Gebühren für Kleinkläranlagen (plus 33,85 Prozentpunkte) sowie abflusslose Gruben (plus 96,40 Prozentpunkte) schon drastisch ansteigen.

Teurer wird auch die Straßenreinigung: Hier werden 1,10 Euro pro laufender Meter fällig. Eine Steigerung von immerhin 13,4 Prozentpunkten.

(luk)
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