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Geldern
Gedenktafel für das "Haus der Vereine" in Pont übergeben

Geldern: Gedenktafel für das "Haus der Vereine" in Pont übergeben
Bei der Übergabe der Tafel (vorne v.l.): Heinz Naß (Hausmeister), Hein Lemmen (Heimat-und Förderverein) und Josef H. Boquoi (Hilfe zur Selbsthilfe). FOTO: OO
Geldern. "Auf dass der bereits in dieses Haus eingezogene gute Geist auch für die Zukunft erhalten bleibt", sagte Josef H. Boquoi, als eine von ihm gestiftete Gedenktafel am "Haus der Vereine" angebracht wurde. Von Liss Steeger

Darauf steht, dass das Haus mit Unterstützung der Josef-H.-Boquoi - Hilfe zur Selbsthilfe - Stiftung im Jahr 2014 erstellt wurde. Im Kreis der vielen ehrenamtlich Tätigen und einiger Spender, aber auch von Mitgliedern des Heimat- und Fördervereins mit dem Vorsitzenden Hein Lemmen warben die Verantwortlichen für mehr Unterstützung durch die Stadt Geldern.

"Die Damen wollen es etwas gemütlicher haben, und wir müssen noch was für die Akustik tun. Außerdem soll der kleine Dorfplatz so gestaltet werden, dass er allen gefällt und dass auch die Nachbarn zufrieden sind", forderte Boquoi. Er stieß bei Orts- und stellvertretendem Bürgermeister Rolf Pennings auf offene Ohren, denn er sieht das Haus jetzt schon als große Bereicherung für seinen Wohnort. "Uns fehlen Politiker deines Schlags", antwortete er spontan. "Wir sollten den Stadtrat einladen, dann hast du die Möglichkeit, deine Worte zu wiederholen."

Hein Lemmen, der mit Boquoi 1999 zum ersten Mal über eine dauerhafte Bleibe des Jugendblasorchesters sprach, hat viele Wünsche für die Zukunft: "Das 'Haus der Vereine' muss jetzt mit Leben gefüllt werden." Wiederkehrende Veranstaltungen wie Kirchenchorproben, Schützentreffen sowie Blutspenden sollen dort stattfinden. Außerdem träumt der Verein davon, dass die provisorische Bühne eingetauscht wird in Elemente, die schnell auf- und abgebaut werden können. Mit der "Hausmeistertruppe" zeigt sich Lemmen sehr zufrieden. Stolz machen ihn auch die 4000 ehrenamtlich von Mitgliedern geleisteten Stunden. "Helft euch selbst, dann helfe ich euch auch", das ist Boquois Devise und die Intention der Stiftung. Die Art der Gedenktafel hat er aus dem Odenwald. "Das gefiel mir viel besser als ein nüchternes Aluminiumschild." Nachdem er die künstlerisch begabte Töpferin gefunden hat, wurde sie mit der Erstellung beauftragt. "Alles Ton in Ton", sagt Boquoi doppeldeutig.

Im Jahr 2011 wurde nach einigen gerichtlichen Verzögerungen mit dem Bau vom "Haus der Vereine" begonnen. Neben der Spende durch Josef H. Boquoi (Grundstück und Bares) hat der Heimat- und Förderverein 215 700 Euro durch Spenden und aus seinen eigenen Mitteln investiert. Die Gesamtprojektkosten lagen bei etwa 700 000 Euro. Vergangenes Jahr wurde das Haus der Vereine feierlich eröffnet.

Quelle: RP
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