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Gelderland
Gefahren-Strecken besonders im Visier

Gelderland: Gefahren-Strecken besonders im Visier
Die Straße Harttor in Geldern ist ein Unfallschwerpunkt. Dort seien auffällig viele junge Fahrer unterwegs. FOTO: Gerhard Seybert
Gelderland. Die Polizei hat ihre neue Top-Ten-Liste vorgelegt, in der die Straßen aufgeführt sind, die besonders unfallträchtig sind. Im Bereich Kevelaer/Geldern/Goch sind vier Strecken erfasst. Die Polizeisprecherin erläutert die Probleme dort. Von Sebastian Latzel

Zwiespältig fällt die Bilanz zu den Unfallzahlen des Kreises aus. Wie berichtet, gab es zwar einen Verkehrstoten mehr, gleichzeitig ist insgesamt die Zahl der Unfälle und der Verletzen aber zurück gegangen. Mit der Statistik legte die Kreispolizei auch die neue Top-Ten-Liste vor.

Das ist die Übersicht über die Straßen im Kreisgebiet, die die Behörde besonders im Auge hat. Jedes Jahr wird die Liste aktualisiert. "Strecken, bei denen sich die Situation gebessert hat, werden herausgenommen, dafür kommen Straßen hinein, die jetzt besonders im Visier stehen", erläutert Polizeisprecherin Manuela Schmickler. Die Behörde hat diese Strecken in zwei Grafiken veröffentlicht. Goch gehört zum Bereich Süd der Wachen Goch / Kevelaer / Geldern.

FOTO: rp

Geldern Hier geht es um die B 58 in der Stadt, eigentlich im gesamten Verlauf. Die Polizei hat den Abschnitt in zwei Bereiche unterteilt, einmal am Harttor und zudem in den Bereich Nordwall, Weseler Straße. "Wie bei jedem innerstädtischen Verkehr ist hier viel Bewegung, weil Autofahrer einen Parkplatz suchen oder Fahrzeuge abbiegen", erläutert die Polizeisprecherin. In dem Bereich seien auffällig viele junge Fahrer unterwegs, vor allem bei McDonalds. Daher setzt die Polizei hier auf besonders viele Kontrollen. Dabei werden auch Radler darauf hin überprüft, ob ihr Drahtesel verkehrssicher ist. Und überall, wo junge Fahrer unterwegs sind, liegt der Fokus auch auf Smartphone-Benutzung. Im Bereich Harttor gab es im letzten Jahr Unfälle mit einem Schwerverletzten und fünf Leichtverletzten, am Nordwall gab es einen Toten zu beklagen. Zudem gab es Unfälle mir drei Schwerverletzten und zehn Leichtverletzten.

Kevelaer, Rheinstraße bis Winnekendonk Auf dieser Strecke gibt es viele Kreuzungen, auf denen es zu prekären Situationen kommen kann. Probleme gibt es beim Abbiegen auch mit Radlern. Zudem seien in Kevelaer als Wallfahrtsstadt besonders viele Senioren unterwegs. Hier müssten die Verkehrsteilnehmer mehr Rücksicht aufeinander nehmen. Die Polizei will verstärkt an den Kreuzungen kontrollieren. Im Auge haben die Beamten dort ebenfalls besonders das Benutzen von Smartphones. "Auch bei Radlern werden wir das konsequent ahnden", sagt Schmickler. Auf der Strecke gab es im letzten Jahr zwei Schwerverletzte und fünf Leichtverletzte.

Issum, B 58 Die Straße ist ein stark befahrener Zubringer zur Autobahn 57. Vor allem zu Lieferzeiten herrscht viel Verkehr, auch nachts. Daher liegt ein Fokus auch auf der Zeit zwischen Mitternacht und fünf Uhr früh. Tempo und Unfälle beim Abbiegen an der Kreuzung in Isssum führten zu Problemen. Durch verstärkte Tempokontrollen und Lkw-Überprüfungen will die Polizei dagegen halten. In dem Bereich gab es im letzten Jahr zwei Tote, einen Schwerverletzten und fünf Leichtverletzte.

Goch, Ostring Kalkarer Straße bis zum Lindchen Problem ist aus Sicht der Polizei auf dieser Strecke die Geschwindigkeit. "Die Straße ist fast wie eine Autobahn ausgebaut, das reizt zum schnellen Fahren", sagt Manuela Schmickler. Die Strecke sei schon seit zehn Jahren im Visier. So wurde auch ein so genannter Geschwindigkeitstrichter eingerichtet, der das Tempo vor dem Kreisverkehr auf 70 Stundenkilometer reduziert. Um die Strecke sicherer zu machen, sind verstärkte Tempokontrollen an wechselnden Stellen vorgesehen, auch innerhalb der Stadt. Im letzten Jahr gab es in dem Bereich bei Unfällen einen Toten und zehn Leichtverletzte.

Quelle: RP
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