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Geldern
Geldern startet Klimaschutzoffensive

Geldern: Geldern startet Klimaschutzoffensive
VHS-Direktor Günter Marciniak, Stadtwerke-Geschäftsführer Heinz Josef Freitag, Gelderns Klimaschutzmanagerin Eva-Maria Rudolf und Bürgermeister Ulrich Janssen (von links) stellten gestern das neue Logo vor. FOTO: Gerhard Seybert
Geldern. Mit einem neuen Logo treibt die Landlebenstadt das Vermindern der Kohlendioxid-Werte voran. Mitmachen ist bei der Aktion erwünscht. Die Stadtwerke Geldern sind mit im Boot und unterstützen. Von Bianca Mokwa

Klimaschutz geht alle an, daran lassen die Initiatoren der Klimaschutz-Kampagne keinen Zweifel. Das neue Logo "Lebenswertes Geldern! Meine Verantwortung." taucht immer dann auf, wenn es um das Thema Umwelt in der Landlebenstadt geht.

Der Titel "Landlebenstadt" und Gutes für die Umwelt tun, das gehört für Bürgermeister Ulrich Janssen zusammen. Einiges hat die Stadt Geldern schon umgesetzt. Janssen zählt die Photovoltaikanlagen mit Bürgerbeteiligung auf, auch die Initiative der Erdgas- und vielen Elektrotankstellen in Geldern. Initiativen, die von den Stadtwerken Geldern unterstützt wurden.

Vorreiter seien sie oft gewesen, sagt Heinz-Josef Freitag, Geschäftsführer der Stadtwerke. Und ihre Aufgabe ist noch lange nicht zu Ende.

Mit dem neuen Logo ist auch ein Aufruf an die Bevölkerung verbunden, mitzumachen, Energie einzusparen und so einen positiven Beitrag für die Umwelt zu leisten. Freitag gibt zwei Tipps mit auf den Weg. "Ein Grad weniger Temperatur im Raum bringt sechs Prozent Energieeinsparung", rechnet er vor. Bei Neukauf von Elektrogeräten sollten Verbraucher auf das Umweltlabel achten. Und Energiesanierung bei Häusern, das sei das Thema schlechthin.

Auf der Internetseite der Stadtwerke Geldern und auf der alle zwei Jahre stattfindenden Energiesparmesse gebe es dazu jede Menge Tipps. Verbrauchernah sollte Klimaschutz sein.

Deswegen bietet die Volkshochschule einen Kursus zum Thema "Energetische Gebäudemodernisierung und Energieausweis". Es gehöre zum Auftrag der Volkshochschule, sich mit dem für viele immer noch unbekannten Thema zu beschäftigen, sagt deren Direktor Günter Marciniak. Es mache die Masse aus - wenn viele mitmachen, gelinge auch der Klimaschutz.

Als Fernziel nennt Bürgermeister Janssen eine Senkung des Kohlendioxid-Ausstoßes um 40 Prozent bis 2020 (gerechnet ab 1999). Dafür hat die Stadt insgesamt 53 Maßnahmen ins Auge gefasst. Gebündelt wird das Maßnahmenpaket bei Eva-Maria Rudolf, Klimaschutzmanagerin der Stadt. Eine Managerin, mit der nicht jede Kommune aufwarten kann. Sie betonte noch einmal den Slogan: "Jeder kann mitmachen!" und zählte erfolgreich absolvierte Projekte auf, zum Beispiel Arbeiten der Schülerinnen der Liebfrauenschule für den Umweltkalender.

Als nächstes Projekt geht es einmal mehr um Häuser und deren Sanierung. Im Barbaragebiet und der Innenstadt sollen Hauseigentümer aufgesucht werden, die kostenlos dazu beraten werden, wie es energiemäßig um ihr Haus steht.

Die Eigentümer werden vorher schriftlich über das Angebot informiert, betont die Klimaschutzmanagerin, und freiwillig ist es ohnehin.

Oft seien es aber die Kleinigkeiten im Alltag, die einen entscheidenden Beitrag leisten. "Sonntags zum Bäcker mit dem Fahrrad" schlägt Tim van Hees-Clanzett von der Stadt Geldern vor. "Oder beim Einkauf auf regionale Produkte achten", ergänzt Kollegin Gaby Vohwinkel-Levels. Frei nach dem Motto: "Lebenswertes Geldern! Meine Verantwortung".

Quelle: RP
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