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Geldern
Gelderns Drache findet ein neues Zuhause

Geldern. Die Klauen sind blutrot und aus dem Maul schießen Feuerstrahlen, so wie es sich für einen Drachen gehört. Die Kreatur wurde von Wilfried Jennen, Karl-Heinz Groneberg, Udo Litschka und Ewald Radmacher ins Leben gerufen. Aus einer Kiste Metallstangen, aus Metallspänen und Kabeln und viel Fantasie entstand im Atelier vom Veerter Künstler Peter Rademacher ein 60 Kilo schweres Ungetüm, ein Kunstwerk.

Die Feuerstrahlen sind Metallspäne, Zaunspitzen werden zu Drachenspitzen, der Augapfel ist eine große Kugel aus Metall. Rademacher begleitete die vier Männer bei der Suche nach passendem Material, gab Tipps zur Verarbeitung und war für die Schweißarbeiten zuständig. Er lobt die Zusammenarbeit mit den vier Männern mit Behinderung. "Da war keiner der Platzhirsch, sondern die haben sich untereinander verständigt. Das fand ich sehr positiv. Das hat man bei normalen Künstlern manchmal, aber nicht immer."

Die Erschaffung des Kunstwerks fand im Rahmen von Projekttagen der LVR-Heilpädagogischen Zentrums Geldern statt. Dort soll das Werk heute aufgehängt werden. "Ich bin überwältigt", sagt Kees Cuypers beim Blick auf den Drachen aus Metall. Der Heilerziehungspfleger und Egotherapeutin Melanie Nabbefeld begleiteten die Männer mit geistiger Behinderung in ihrer Schaffensphase. Und Rademacher hat sich noch einen besonderen Trick einfallen lassen. Das 2,50 mal 1,20 Meter große Werk ist auf einem Spiegel montiert. "Darin spiegelt sich der Niederrhein", sagt der Künstler. Und zwar jeder, der an dem Kunstwerk vorbeigeht.

(bimo)
 
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