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Gelderland
Gerste: Der heftige Regen verhagelt das Ernteergebnis

Gelderland. Die Ernte von Wintergerste ist in weiten Teilen des Rheinlands abgeschlossen. "Die Ertragseinbußen liegen bei 15 bis 20 Prozent", sagt der Vorsitzende der Kreisbauernschaft Heinz Lax. Als Grund führt er den vielen Regen in Mai und Juni an. Parallel fehlte die Sonneneinstrahlung. Hierdurch würden die Körner nur unzureichend ausgebildet. Angesichts der guten Witterungsbedingungen in den letzten Tagen, konnte die Ernte zügig eingefahren werden, obwohl die Fläche noch schlecht zu befahren waren.

Die Erlössituation der rheinischen Getreidebauern und damit die wirtschaftliche Lage verschlechtern sich durch die deutlich hinter den Mengenerwartungen zurückgebliebenen Hektarerträge und durch niedrigere Erzeugerpreise. Bedingt durch die weltweit hohen Ernteerwartungen vor allem in Übersee und Russland liegen die Weltmarktpreise auf einem Fünf-Jahres-Tief. "Wir Bauern hängen heute mehr von den Börsen in Chicago und Paris ab, als von der Situation vor Ort", erläutert Lax. Da auch in Frankreich eine Missernte droht, könnte sich vielleicht zum Jahreswechsel der Preis wieder etwas erholen.

Auch beim Raps ergibt sich derzeit kein besseres Bild. Die Erträge liegen deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Die ersten Ergebnisse würden einen Ertragsverlust von bis zu 25 Prozent vermuten lassen. "Weder die Masse noch die Ölgehalte überzeugen", so der Vorsitzende der Kreisbauernschaft Geldern. Raps wird heute überwiegend zu Biodiesel verarbeitet und hängt damit vom Ölmarkt ab. Als wichtiges Nebenprodukt entsteht Rapsschrot, das ein wichtiges Eiweißfutter ist.

Quelle: RP
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