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Euregio Rhein-Waal Und Rp Präsentieren: 25 Jahre Interreg (3)
Gesundes Essen - gut für Mensch und Tier

Geldern. Die alte Redewendung, wonach "Essen und Trinken Leib und Seele zusammenhalten", trifft absolut zu. Deshalb war es für die Euregio keine Frage, das Projekt "Nachhaltig gesund" zu unterstützen. Regionale Lebensmittel in Hospitalen. Von Anja Settnik

KREIS KLEVE Ob im Krankenhaus, in der Schul-Mensa, der Betriebskantine oder im Urlaubshotel: Gutes, schmackhaftes Essen ist den Menschen wichtig. Wo man sich erholen und neue Kraft tanken will, müssen qualitativ hochwertige Mahlzeiten sein. Das gilt natürlich ganz besonders für Menschen in Hospitälern und Pflegeeinrichtungen. Deshalb hat die Euregio mit Interreg-Mitteln ein Projekt finanziert, an dem sich die Europäische Union, das Land Nordrhein-Westfalen und die niederländische Provinz Gelderland stark beteiligt haben. Partner des insgesamt 722.407 Euro teuren grenzüberschreitenden Projekts waren unter anderem die Stichting Landwaard in Oosterhout, die Sint Maartens-Klinik in Ubbergen, die Katholischen Kliniken im Kreis Kleve, die Fachhochschule Münster und die Radboud-Klinik Nimwegen.

Die genannten Krankenhäuser, außerdem mehrere Pflegeheime, waren überein gekommen, die Speisenversorgung ihrer Patienten und Bewohner nachhaltig positiver zu gestalten. Denn dass qualitativ hochwertiges Essen sich auf die Genesung und Lebensqualität aller Menschen positiv auswirkt, davon sind alle Beteiligten überzeugt. Hinzu kommt ein zweites starkes Argument, das für leckeres Essen spricht: Es verringert die Lebensmittelverschwendung und senkt damit die Kosten von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Keine Frage: Was lecker schmeckt, wird eher aufgegessen und bleibt nicht auf dem Teller liegen.

Die "Stichting Landwaard" mit Gerard Titulaer als Vorsitzendem steht für die Idee "Oregional - natürlich aus der eigenen Region". Es handelt sich um eine Kooperation von Landwirten aus dem Gebiet Arnheim/Nimwegen. Sie produzieren (nicht unbedingt nach "Bio"-Maßstäben) hochwertige und leckere Produkte und werben zugleich für die Region.

"Die Kunden können (auch online) die guten Sachen vom Land nicht nur kaufen, sie können auch die Orte besuchen oder sogar dort übernachten, wo ihr Lieblings-Apfelsaft ,wächst' oder der würzige Käse hergestellt wird", erklärt Titulaer. Denn wer sehen kann, woher ein Lebensmittel stammt, unter welchen Bedingungen das Vieh, dessen Fleisch wir essen, gehalten wurde, der wird dem, was da später auf den Tisch kommt, mehr Interesse entgegen bringen.

Und der Leistung der Landwirte vermutlich Respekt zollen. Was für Fleisch und Wurst ebenso gilt wie für Gemüse, Obst und Molkereiprodukte.

"Produzenten und Lieferanten aus der Region einzuspannen ist zudem kostengünstiger und wegen der kürzeren Transportwege umweltfreundlicher", sagt Titulaer.

Weil insbesondere ältere Menschen neben gutem Essen meist regelmäßig Medikamente brauchen, hat die Euregio im Bereich "Gesundheitsversorgung" noch ein weiteres, finanziell deutlich weniger aufwendiges Projekt ersonnen: "Senior Apotele".

Dabei geht es darum, Senioren mit einem automatischen Medikamentenverteiler unabhängig vom Besuch der Pflegerin zu machen. Wenn die Arznei nicht rechtzeitig aus der Packung genommen wird, meldet sich das System beim Pflegedienst. Caritas, St. Marien Haldern, die Apotheke am Stadtgarten in Rees und die AOK haben an dem Versuch teilgenommen.

Quelle: RP
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