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Issum
Grabstätten in Issum werden teurer

Issum: Grabstätten in Issum werden teurer
In Issum und Sevelen sollen die Friedhofsgebühren einer Grabstätte um etwas mehr als 13 Prozent ansteigen. FOTO: Gerhard Seybert
Issum. Im Haupt-und Finanzausschuss wurden viele Dinge auf den Weg gebracht. Hundewiese kommt nicht. Von Bianca Mokwa

Die Liste der Themen war sehr lang, mit denen sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses in Issum beschäftigen durften. Manches Kuriose war dabei, einiges Erfreuliche, einiges wird teurer.

Die Hundewiese ist definitiv vom Tisch. Bürgermeister Clemens Brüx bat darum, dass es zu keiner Daueraufgabe der Verwaltung werden dürfe, einen passende Wiese zu finden. Die SPD-Fraktion wollte den Antrag nicht gänzlich ablehnen. Gerd Stenmans von der CDU verwies darauf, dass man einen Hundefreilauf im Ortskern hätte errichten wollen. Wenn man jetzt schon im Außenbereich, wie dem Nordring, suche, sei das wenig sinnvoll. Angedacht war noch ein Grundstück bei der Kamelfarm. Das kommt aber wegen der Bestimmungen des Bebauungsplans nicht in Frage.

Für Unmut sorgte die Vorlage der neuen Friedhofsgebühren. Die werden nämlich erhöht. Ein Wahlgrab mit Beerdigung, Grabsteinaufstellung und einem Nutzungsrecht von 25 Jahren kostet demnächst 4117,53 Euro statt wie bisher 3640,28 Euro. Das ist eine Kostensteigerung von 13,11 Prozent. Als Begründung für die Gebührenerhöhung nennt die Verwaltung unter anderem die Preissteigerung bei den Stromkosten für die Nutzung der Aussegnungshalle und Kühlzelle sowie die Erneuerung der Toilettenanlage in der Friedhofshalle Issum. Ein Ende der Gebührenerhöhung ist nicht in Sicht. Noch nicht eingerechnet sind nämlich die Kosten für die Pflege des öffentlichen Grüns. Das bezahlte bisher der Steuerzahler, erklärt Kämmerer Udo van Kilsdonk. Nach Auffassung der Gemeindeprüfungsanstalt ist der Anteil zu hoch. Eine Lösung wäre, die Kosten auf die Friedhofsgebühren zu legen. Politiker aller Fraktionen waren sich einig, dass es so nicht weitergehen kann. "Wenn wir nicht tätig werden, ist sterben und beerdigt werden in der Gemeinde zu teuer", mahnte Stenmans von der CDU. Bürgermeister Brüx antwortete: "Wir haben keinen Königsweg, aber: Da müssen wir ran, keine Frage." Die Gebührenerhöhung für 2018 wurde einstimmig vom Ausschuss empfohlen. Im Rat am 13. Dezember wird endgültig darüber abgestimmt.

Kurios, aber wunderbar erklärt, war die Anschaffung eines Sitzrasenmähers. Mit viel Herzblut stellte Bauhofleiter Markus Weyers das Fahrzeug- und Gerätekonzept vor. 2016 war die Anschaffung des 65.000 Euro teuren Mähers nicht genehmigt worden. Mittlerweile summieren sich aber die Raparaturkosten des nicht geländefähigen Multifunktionsgeräts, das auch als Mäher herhalten muss. Im Jahr 2016 waren das 9951,38 Euro, 2017 voraussichtlich 6000 Euro. "Das würde keiner bei einem privaten Pkw mitmachen", sagt der Bürgermeister. Die Entscheidung wurde aber in den Rat vertagt.

Beschlossen wurde einstimmig die Abschaffung des freiwilligen Haushaltssicherungskonzepts. Seit der Einführung im Jahr 2011 seien fünf Millionen Euro an Einsparmaßnahmen erfolgt, in 2018 sei nichts mehr an aktuellen Einsparmaßnahmen drin, weil so viel in der Vergangenheit umgesetzt wurde, erklärt Kämmerer van Kilsdonk. In Zukunft wolle man mit ganz normalen Beschlüssen über Einsparungen entscheiden, und die aufwendige Aufschlüsselung für die Verwaltung entfällt mit der Aufgabe des freiwilligen Haushaltssicherungskonzepts. Damit waren alle Parteien einverstanden.

Info Ein weiterer Diskussionsgegenstand im Haupt- und Finanzausschuss war der Kunstrasenplatz in Issum. Die Berichterstattung über dieses Thema im lokalen Sport auf der Seite D 3.

Quelle: RP
 
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