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Gelderland
Große Bühne für junge Pianisten

Gelderland. Zum sechsten Mal findet im Juli das Internationale Euregio Rhein-Waal Studentenmusikfestival statt. Teilnehmer ab zwölf Jahren dabei. Deutsch-niederländische Begegnungen. Konzerte auch in Geldern, Kevelaer und Straelen. Von Michael Klatt

Insgesamt 91 Konzerte in zwei Wochen - das bietet das sechste Internationale Euregio Rhein-Waal Studentenmusikfestival. Es findet als Teil von Campus Kleve vom 18. bis 30. Juli statt. Und damit ergibt sich laut Initiator Boguslaw Jan Strobel erneut Gelegenheit für junge Klavierstudenten aus vielen Ländern, Erfahrungen zu sammeln und sich in Meisterkursen fortzubilden.

Eine Chance, die ohne Sponsoren nicht möglich wäre, wie Strobel im Pressegespräch betonte. Er dankte vor allem dem Interreg-Programm und der Euregio sowie der Firma Kawai, die mit etlichen Flügeln die Übungsräume und Konzertpodien bestückt. Das Festival folgt in diesem Jahr einem neuen Konzept. Die erste Woche ist Jungstudenten im Alter von zwölf bis 17 Jahren vorbehalten. In der zweiten Woche stehen Treffen zwischen deutschen und niederländischen Pianisten im Vordergrund, dazu kommen natürlich Teilnehmer aus vielen anderen Ländern. Sie belegen Meisterkurse bei Dozenten aus Polen und den Niederlanden. "Damit wird der Niederrhein erneut mit der ersten Garde der Professoren vernetzt", hob Kawai-Manager Alexander Voigt hervor. Der besondere Charme des Festivals sei, dass junge Pianisten Erfahrungen sammeln und die Spenden bei den Gratis-Konzerten zur Refinanzierung der Meisterkurse dienten.

Von der Gebefreudigkeit der Zuhörer überzeugte sich Voigt im vorigen Jahr. "Die Leute sind froh über die kulturelle Abwechslung im Sommer, und das gute Niveau der Musiker rührt das Herz an." Laut Strobel sei das Festival durch freundschaftliche Kontakte statt Konkurrenzdenken geprägt. Diese soziale Komponente soll in diesem Jahr noch gestärkt werden. Auch zögen die jungen Musiker an den Tasten verstärkt junge Zuhörer in die Säle.

Voigt wies darauf hin, dass der Niederrhein im kulturellen Wettbewerb mit den Metropolen stehe. "Das Festival ist eine Chance für die Region. Die kann sagen: Hier gibt es ein reges Kulturleben." Ein guter Teil der jeweils rund einstündigen Konzerte findet in Geldern (Tonhalle der Kreismusikschule), Kevelaer (Clemenskirche, Klostergarten 1) und Straelen (Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Bahnstraße) statt.

Konzerte in Geldern Dienstag, 19. Juli, 19 Uhr: Zhuotao Huang (Deutschland) mit Werken von Chopin, Beethoven, Brahms, Rachmaninoff und Kapustin; Mittwoch, 20. Juli, 19 Uhr: Carmen Geutjes (Deutschland) mit Werken von Beethoven, Liszt, Tschaikowski, Prokofiev, Chopin und Kapustin; Donnerstag, 21. Juli, 19 Uhr: Philippe Gang (Deutschland) mit Werken von Brahms, Mozart, Liszt, Scarlatti und Schulhoff; Dienstag, 26. Juli, 19 Uhr: Dorota Motyczynska (Polen) mit Werken von Chopin und Ravel; Mittwoch, 27. Juli, 19 Uhr: Laura Mercedes Sanchez (Spanien) mit Werken von Beethoven, Albéniz und Liszt; Donnerstag, 28. Juli, 19 Uhr: Angel Laguna Herrera (Spanien) mit Werken von Haydn, Beethoven, Debussy, Albéniz und Mendelssohn.

Konzerte in Kevelaer Dienstag, 19. Juli, 19 Uhr: Welmoed Poelstra (Niederlande) mit Werken von Bach, Haydn und Schumann; Mittwoch, 20. Juli, 19 Uhr: Nicolas Absalom (Großbritannien) mit Werken von Bach, Haydn, Beethoven und Chopin; Donnerstag, 21. Juli, 19 Uhr: Tessa Boschkor (Deutschland) mit Werken von Bach, Beethoven und Schubert, Alexandra Kozlowska (Polen) mit Werken von Bach, Mozart, Chopin und Prokofiev; Freitag, 22. Juli, 19 Uhr: Jorian van Nee (Niederlande) mit Werken von Bach, Mozart und Chopin; Dienstag, 26. Juli, 19 Uhr: Sihan Zhang (China) mit Werken von Bach, Beethoven, Bacewicz und Chopin; Mittwoch, 27. Juli, 19 Uhr: Leonhard Dering (Deutschland) mit Werken von Schumann, Chopin, Tschaikowski, Liszt und Ravel; Donnerstag, 28. Juli, 19 Uhr: Peiyun Xue (Niederlande) und Vincent Kusters (Niederlande) mit Werken von Haydn, Chopin, Liszt und Fauré.

Konzerte in Straelen Freitag, 22. Juli, 19 Uhr: Clara Strobel (Belgien) mit Werken von Händel, Beethoven, Scriabin und Rachmaninoff; Freitag, 29. Juli, 19 Uhr: Dorota und Pawel Motyczynski (Polen) mit Werken von Schubert, Tschaikowski, Poulenc und Piazzolla.

Quelle: RP
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