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Geldern
Großer Beifall für Musiknachwuchs

Geldern: Großer Beifall für Musiknachwuchs
Die gesamte Bühnenbreite beanspruchte das junge Sinfonieorchester. FOTO: Seybert
Geldern. Das Kinderorchester der Kreismusikschule Geldern spielt in der Aula des Lise-Meitner-Gymnasiums. Auftakt mit fünf Sätzen aus Händels "Wassermusik". Die Bandbreite reicht von Musik des Preußenkönigs bis zu Westernmelodien. Von Udo Spelleken

Mit fünf Sätzen aus Georg Friedrich Händels "Wassermusik" eröffnete das Kinderorchester der Kreismusikschule Geldern unter der Leitung von Anne Giepner das große Sinfoniekonzert in der Aula des Lise-Meitner-Gymnasiums. Mit den zahlenmäßig beschränkten Instrumentalisten erreichte die Dirigentin, die auch das Arrangement schrieb, ein Höchstmaß an Durchsichtigkeit und Unterscheidbarkeit der einzelnen Klanggruppen. Das helle Klangbild wirkte ehrlich und gab die Stimmen in ihrer ganzen Farbigkeit wieder. Dabei war die Artikulation variantenreich, ausgetüftelt und blieb sich in den Wiederholungen stets treu. Die Zuhörer waren begeistert von der musikalischen Leistung der Kinder und applaudierten beherzt.

Kreismusikschul-Leiter Thomas Dieckmann freute sich in seiner Begrüßung über den großen Zuspruch, versprach ein abwechslungsreiches Programm und stellte die Moderatoren Frederik Abel, Maximilian Flaskühler und Dominik Hendriks vor, die abwechselnd informativ und sympathisch durch den Abend führten.

Unter dem Dirigat von Frederic Geene gab es die Ouvertüre "Il Re Pastore" von den Querflöten und Streichern des Orchesters zu hören. Komponist dieser Sinfonie war kein Geringerer als der preußische König Friedrich der Große, der als zynischer Machtpolitiker und feinsinniger Schöngeist jede freie Minute nutzte, um auf der Querflöte zu spielen und neue Musik zu komponieren. Er hinterließ der Nachwelt 121 Sonaten, vier Konzerte und viele Etüden für die Flöte, einzigartig für einen König. Im "Grand March" von Giuseppe Verdi intonierten die Bläser mit dem Sinfonieorchester ein interessantes Wechselspiel. Thomas Löffler dirigierte Bläser und Schlagzeuger in "Elsas Prozession" aus "Lohengrin", einer romantischen Oper von Richard Wagner. Aus der "Suite for Percussion" stammte der "March for Membranes", einer perfekt gelungenen Performance der vier Musiker des Schlagzeugensembles. Johannes Hombergen übernahm den Taktstock für Edvard Griegs "In der Halle des Bergkönigs", und das Orchester überzeugte mit klanglicher Ausgewogenheit und facettenreicher Darstellung.

Im Jahr 1960 komponierte Elmer Bernstein den Soundtrack für den Wildwest-Film "The Magnificent Seven", in dem Yul Brunner, Steve McQueen und Charles Bronson in den Hauptrollen zu sehen waren. Ein Klassiker, der von den Jugendlichen mit viel Leidenschaft gespielt wurde. Mit einem Medley aus "The Phantom Of The Opera" erreichte das Konzert seinen Höhepunkt. Hier war die enorme Solidität eines klangstarken Ensembles zu hören, das Hombergen routiniert und gleichfalls gediegen durch die dramatischen Bögen der Partitur führte.

Es gab von den Zuhörern viel Beifall. Denn das Orchester hatte bewiesen, dass es sich um überdurchschnittlichen Musiknachwuchs handelt.

Quelle: RP
 
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