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Straelen
Großer Theaterspaß im Saal Schraets-Aengenendt

Straelen. Am Wochenende trat die Gruppe "Oeconomia" mit dem Stück "Der Teufel liest auch Kleinanzeigen" in Auwel-Holt auf. Von Thorben Kleinstäuber

Wer eine Anzeige mit dem Inhalt "Hobbyforscher sucht Gleichgesinnte zum gemeinsamen Bohnern mit der Möglichkeit auf Endgeld" in der Zeitung aufgibt, muss sich nicht darüber wundern, dass viele Leute den Artikel falsch interpretieren. Diese Erfahrung macht in dem neuen Stück der Theatergruppe "Oeconomia", das im Saal Schraets-Aengenendt in Auwel-Holt gegeben wurde, auch Alfons Weidenhelfer (gespielt von Andreas Theunissen).

Er will eigentlich nur den Boden bohnern, hat aber leider Probleme damit, sich eindeutig auszudrücken. Da er Angst vor der Reaktion seiner Frau Charlotte (Josefine Spachtholz) hat, beschließt er, die Gäste zum Nachbarn Marcel Freiherr von Hohenstein (Markus Hanßen) einzuladen, der von diesem Besuch allerdings nichts wusste.

Ganz im Gegenteil: Aufgrund eines Fluglotsenstreiks hatte der Pilot eigentlich vor, sich die Zeit mit seiner Stewardess Natalie (Kerstin Verlinden) zu versüßen, solange seine Frau Gracia (Jessica Berghs) sich noch im Urlaub befindet. Dass die Katastrophe vorprogrammiert ist, scheint fast schon klar. Und so findet sich Marcel schließlich inmitten einer Gruppe, bestehend aus seiner Putzfrau, einem untalentierten Techniker, einer buddhistischen Priesterin, einem Homosexuellen, einem Bauern und einer Firmenvertreterin für Bohnermaschinen wieder. Dass seine Frau und die seines Nachbarn noch hinzukommen, macht die Lage für den Piloten und seinen Nachbarn nicht einfacher. "Der Teufel liest eben tatsächlich auch Kleinanzeigen", befindet schließlich Marcel, als die ganze Situation zu eskalieren droht und der ein oder andere Gast schon bewusstlos geschlagen wurde, im Teich zu ertrinken droht oder durch einen Stromschlag außer Gefecht gesetzt wurde. Besonderen Beifall erntete dabei Daniel Straeten mit der Interpretation seiner Rolle des schwulen Klaus-Bernhard. Beinahe jede Äußerung löste großen Beifall und Gelächter aus.

Der Theaterverein "Oeconomia" wurde 1907 gegründet und entstand aus dem "landwirtschaftlichen Verein". "Wir haben eine sehr junge Besetzung. Uns ist besonders wichtig, dass es Spaß macht, Theater zu machen. Deswegen steht der Spaß bei uns im Vordergrund", sagt Norbert Auwelaers, der das Amt des Vorsitzenden bekleidet. Bereits seit vielen Jahren führt der Verein jedes Jahr ein neues Stück auf.

Knapp 400 Zuschauer sahen Samstag und Sonntag die Aufführung. Dabei waren sämtliche Altersgruppen vertreten. Da die Vorstellungen so gut besucht waren, konnte nicht einmal jeder Gast auf einem Stuhl Platz nehmen.

Quelle: RP
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