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Gelderland
Grundwasser belastet: Entwarnung für Trinkwasser

Gelderland. Die Verunreinigung des Grundwassers mit Nitrat nimmt offenbar immer mehr zu. In NRW werde der Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter bereits auf 40 Prozent der Flächen überschritten, so das Bundesumweltministerium jetzt in einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen. Eine Beobachtung, die Harald Gülzow, Sprecher des Vereins VSR Gewässerschutz, nur bestätigen kann. Der Verein untersucht regelmäßig private Proben aus Brunnen in der Umgebung, bekommt dadurch also exakte Daten über die Qualität des Grundwassers. Von Sebastian Latzel

"Wir haben am Niederrhein massive Probleme", sagt der Gelderner. Richtung Kleve werde es besser, aber je weiter südlich man im Kreis komme, desto bedenklicher werde es. Südlich von Straelen überschreite bereits jeder zweite Brunnen den Grenzwert. Hier macht er vor allem die Gärtnereien dafür verantwortlich. Bei den 28 Proben, die der VSR in 2016 für Geldern untersuchte, lagen zehn über dem Grenzwert. Spitzenreiter war eine Probe aus Walbeck mit 142 mg/l. "Das liegt am Spargelanbau und den sandigen Böden in Walbeck", sagt Gülzow.

Auch die Massentierhaltung spiele in der Region eine Rolle. Aus dem Raum Kevelaer liegen ihm für 2016 nur drei Proben vor, bei einer lag der Wert für die Innenstadt allerdings bei 162mg/l. Gülzow weist darauf hin, dass das Trinkwasser nicht belastet sei. "Das liegt daran, dass es dort bestimmte Schutzzonen gibt und das Wasser entsprechend aufbereitet wird." Eben darauf weisen auch die Verantwortlichen der hiesigen Stadtwerke hin. "Der Nitratwert bei uns ist in den vergangenen Jahren von 40 auf 20 mg/l gesenkt worden, die Bürger können völlig unbesorgt sein", so Hans-Josef Thönnissen von den Stadtwerken Kevelaer.

In der Marienstadt gibt es ebenso wie in Geldern seit vielen Jahren eine Kooperation mit Landwirten und Gärtnereien. Das führt auch beim Gelderner Trinkwasser dazu, dass die Grenzwerte deutlich unterschritten werden. Im Februar lag dieser in Geldern bei 23,9 mg/l.

Quelle: RP
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