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Geldern
Gut geübt in Kapellen

Geldern: Gut geübt in Kapellen
Da geht es lang: Bei der Übung war auch die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einheiten wichtig. FOTO: Evers
Geldern. Ihre Schlagkraft testete die Feuerwehr am Freitagabend in Kapellen. Der Einsatzleiter war nach der Übung zufrieden. Auch die Zusammenarbeit klappte. Von Dana Gossens

Schwarzer Rauch steigt aus einem leerstehenden Haus in Kapellen. Ein Mädchen rennt hysterisch zu den Feuerwehrmännern, die mit Blaulicht angefahren kommen. Was wie eine gefährliche Situation aussieht, ist diesmal zum Glück nur eine Alarmübung. Inszeniert wurde eine Verpuffung nach dem Anzünden eines Grills im Keller. Das gesamte Haus wurde mit Rauchgranaten und Nebelmaschinen authentisch zum Einsatzort umfunktioniert. Auch ein kleines Feuer wurde kontrolliert gelegt. Kaum einen halben Meter weit konnten die Eisatzkräfte noch sehen und mittendrin: drei Verletzte, die um Hilfe rufen. "Realitätsnahe Übungen sind wichtig, um die Einsatzkräfte auf Szenarien vorzubereiten" erklärte Brandmeister Christoph Willems. "Wir überprüfen die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr und sehen ob es Punkte gibt, auf die noch eingegangen werden muss."

Zum Einsatzort wurde die Feuerwehr Kapellen, Geldern-Mitte sowie Hamb gerufen, damit auch die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr aus der Nachbarstadt gestärkt wird. 34 Einsatzkräfte kümmerten sich darum, dass die vier Mädchen sowie zwei Puppen aus dem Haus gerettet, der Brand gelöscht und der Rauch kontrolliert wurden. Über eine Drehleiter wurden zwei Mädchen aus dem ersten Stock durchs Fenster gerettet. Eins stand auf dem Balkon im Garten, wo ihr eine Leiter herunter half.

Die gespielten Verletzungen der Schauspielerinnen sowie der Hysterie gaben den Feuerwehrmännern zusätzliche Hindernisse. Der gesamte Einsatz dauerte etwa 55 Minuten, und Einsatzleiter André Bardoun war zufrieden: "Alle waren sehr diszipliniert und die Befehle wurden gut umgesetzt. Auch die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Hamb ist gut gelaufen. Wir hatten allerdings Probleme mit dem Funk, daran muss gearbeitet werden", fasst Bardoun das Ergebnis der Übung zusammen. Solch eine Übung wird etwa ein bis zwei Mal im Jahr durchgeführt, um die Feuerwehrmänner fortzubilden. Ein solches Szenario wie am Freitagabend in Kapellen ereignet sich in der Realität etwa ein Mal im Monat. Da ist es gut, wenn man weiß, was zu tun ist. Die Einsatzkräfte wussten vorher nicht, dass diese Übung stattfinden würde, somit hatten sie nicht große Zeit sich darauf vorzubereiten - eben wie im echten Leben. Nach dem Einsatz wurde noch zur Nachbesprechung geladen, bei der die positiven sowie negativen Aspekte mit dem ganzen Team besprochen wurden.

Gemimt wurden die Verletzten von Mitgliedern der Realistischen Unfalldarstellungsgruppe (Rund), die bei jeglichen Szenarien mitmacht. Das Haus, in dem die Übung stattfand, wird in Kürze abgerissen und weicht einem Wohngebiet.

Die Feuerwehr ist immer auf der Suche nach engagiertem Nachwuchs. Bei Interesse einfach eine E-Mail schreiben an: mitmachen@feuerwehr-geldern.de.

Quelle: RP
 
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